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Es ist die größte Finanzierung, die in deutsches Biotech-Unternehmen jemals außerhalb der Börse generieren konnte: 100 Mio. EUR hat die Tübinger CureVac AG von institutionellen Investoren einsammeln können. Das frische Geld kommt überwiegend von angelsächsischen Investoren.

Vor der aktuellen Finanzierungsrunde, die von Baillie Gifford angeführt wird, hatte CureVac seit seiner Gründung im Jahr 2000 insgesamt 200 Mio. EUR Eigenkapital eingeworben. Zu den bisherigen Investoren gehören die dievini Hopp BioTech holding des SAP-Gründers Dietmar Hopp und die Bill & Melinda Gates Stiftung. Nun wird der Investorenkreis um Baillie Gifford, Chartwave Limited, Coppel family, Elma Investments Ltd und Sigma Group erweitert.

Erst kürzlich hatte sich CureVac von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandlt und damit Gerüchte um einen bevorstehenden Börsengang befeuert. Doch steht nach Aussagen von CureVac-Vorstand Ingmar Hoerr ein IPO weder kurz- noch mittelfritig bevor. Um auch künftig unabhängig agieren zu können, habe man sich bewusst gegen strategische Investoren entschieden. Mit der neuen Finanzierungsrunde steigt der Marktwert des Unternehmens derweil auf rund 1,5 Mrd. EUR. Mit dem neuen Kapital verfügt das Unternehmen nach eigener Aussage über genügend Mittel, um die Arzneimittelentwicklung bis in das Jahr 2018 voranzutreiben.

CureVac agiert auf dem Feld der mRNA-basierten Wirkstoffe und hat dazu bereits mehrere klinische Studien durchführt. Die Erlöse aus der aktuellen Finanzierungsrunde sollen nun in die Weiterentwicklung der bestehenden klinischen Entwicklungspipeline für mRNA-Therapien und prophylaktische Impfstoffe fließen. Zudem soll das neue Kapital für die Finanzierung der klinischen Forschung und Entwicklung neuer Produkte genutzt werden, um die proprietäre Technologien des Unternehmens weiter auszubauen.

Seit 2008 hat CureVac mehr als 350 Probanden in sieben klinischen Studien in elf Ländern behandelt. Die mRNA-Programme von CureVac umfassen neuartige mRNA-basierte Krebsimmuntherapien und prophylaktische Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten (RNActive), molekulare Therapien, die die körpereigene Produktion therapeutischer Proteine anregen sollen (RNArt) sowie RNA-kodierte Antikörper (RNAntibody). Der am weitesten vorangeschrittene Produktkandidat CV9104 wird derzeit in einer klinischen Phase-IIb-Studie mit Prostatakrebspatienten getestet.

Die Entwicklungspipeline von CureVac enthält darüber hinaus weitere klinische Studien zu nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, in Zusammenarbeit mit Boehringer Ingelheim, sowie Tollwut und zahlreiche Entwicklungsprogramme gegen Infektionskrankheiten, darunter zu HIV, Rotaviren, RSV und Tuberkulose.

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