Die 1947 in Wien gegründete Frequentis AG beabsichtigt ein öffentliches Angebot in Deutschland und Österreich mit dem Ziel der Notierung an der Frankfurter Wertpapierbörse und an der Wiener Börse.

Als nach eigenen Angaben führender internationaler Spezialist für Control Center Solutions möchte Frequentis mit dem Börsengang die finanzielle Unabhängigkeit und Flexibilität der Firmengruppe langfristig sicherstellen und das Unternehmenswachstum erfolgreich fortsetzen.

Die Mittel aus der geplanten Kapitalerhöhung sollen insbesondere für gezielte M&A-Aktivitäten zur komplementären Ergänzung des Produkt- und Service-Portfolios, den Ausbau der internationalen Präsenz in Form des Aufbaus lokaler Wertschöpfung sowie die weitere Stärkung des internationalen Vertriebs zur Erhöhung der Marktdurchdringung verwendet werden.

Die Familie Bardach, die 1986 den damaligen Kleinbetrieb übernommen hatte, bleibt als langfristiger Kernaktionär erhalten, so Frequentis heute Morgen. Die Nachhaltigkeit der geschäftlichen Entwicklung und die spezielle Firmenkultur eines Familienunternehmens gehen damit künftig Hand in Hand mit den Best Practices gelisteter Unternehmen.

Frequentis erzielte 2018 eine Betriebsleistung/Umsatz von rund 294 Mio. EUR und erwirtschaftete dabei ein EBIT von 15,6 Mio. EUR. Von 2016 an wuchs die Betriebsleistung um durchschnittlich knapp 8% pro Jahr.

Commerzbank und BankM – Repräsentanz der flatex Bank AG – wurden beauftragt, den möglichen Börsengang als Joint Bookrunner und Joint Lead Manager zu begleiten.

Das öffentliche Angebot dürfte in den nächsten wenigen Wochen starten, voraussichtlicher IPO-Termin dann also ca. Mitte Mai.

Foto: @Frequentis

Über den Autor

Falko Bozicevic ist Chefredakteur des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für das Portal BondGuide (www.bondguide.de)