Der erste Börsenkandidat 2019 verschiebt sein Vorhaben zunächst: Die Beteiligten des onoff-IPO-Börsengangs kamen heute überein, das schon laufende Angebot anzuhalten und zu verschieben.

Einerseits ist das ärgerlich, denn das öffentliche Angebot (‚IPO‘) startete ja bereits Montag und lief bis zur Stunde. Bereits erteilte Orders müssten wie in anderen Fällen automatisch ihre Gültigkeit verlieren.

Andererseits betont die Pressestellungnahme, das Kapitalmarktumfeld weiter zu beobachten und ggf. einen passenderen Zeitpunkt zu wählen.

Das Management erwähnt ebenfalls das problematische und aktuell wenig berechenbare Börsenumfeld, wie es seit einigen Monaten für Small Caps vorherrscht hierzulande. Im IPO im Fokus vom 25. Feb. wurde dies gleichfalls im Fazit hervorgehoben.

Dr. Uwe Ganzer

CFO Dr. Uwe Ganzer dazu:Wir mussten feststellen, dass die von uns nicht beeinflussbaren Leitplanken des Börsenumfeldes für Small Caps, die seit Anfang 2019 noch einmal enger gesteckt waren, von uns nicht zum jetzigen Zeitpunkt durchbrochen werden konnten.“

Die Wunstorfer onoff AG möchte ihre jetzt schon eingeleitete Kapitalmarktkommunikation allerdings weiter betreiben. Dies dürfte ein Anhaltspunkt dafür sein, dass die Beteiligten aktuell nur mit einer Verschiebung, nicht aber kompletten Absage des IPO-Vorhabens planen.

Über den Autor

Falko Bozicevic ist Chefredakteur des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für das Portal BondGuide (www.bondguide.de)