Laut aktuellem EY-IPO-Barometer ist die Zahl der Börsengänge weltweit im dritten Quartal um 31% gesunken – der deutsche IPO-Markt entwickelte sich hingegen relativ gut. So brachten es allein drei Börsengange auf 1,6 Mrd. EUR, darunter die Deutsche Pfandbriefbank (pbb), die über 1 Mrd. EUR erlöste.

Damit ist Deutschland der mit Abstand stärkste Markt innerhalb von Europa. So wagten im dritten Quartal insgesamt nur 29 Unternehmen eine Erstnotiz an einer europäischen Börse, also gut ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Aufgrund des China-Crashs war in allen großen Märkten die Anzahl und Volumina der Börsengänge rückläufig: In den USA sank die Zahl der IPOs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte auf 32 Neuemissionen.

„Der Absturz an den chinesischen Börsen hat weltweit die Investoren verunsichert und zu starken Kursrückgängen auch an den Börsen in Europa und Amerika geführt. Die weltweit gestiegene Volatilität veranlasste zahlreiche Börsen-Kandidaten, ihre IPO-Pläne vorerst zu verschieben und einen Verkauf oder Beteiligung strategischer Investoren vermehrt parallel zu verfolgen“, erklärt Dr. Martin Steinbach, Leiter des Bereichs IPO und Listing Services bei EY. Weltweit brach das Emissionsvolumen der Börsen-Neuankömmlinge sogar um 73% auf knapp 18 Mrd. USD ein.

So gingen im dritten Quartal des aktuellen Jahres nur 192 Unternehmen weltweit an die Börse – im Vorjahreszeitraum wurden noch 277 IPOs gezählt. Ein kleiner Aufwärtstrend ist jedoch in Aussicht: „Ein gewisses Risiko bleibt, es spricht aber einiges dafür, dass sich der weltweite IPO Markt in den kommenden Monaten erholen wird“, so Steinbach weiter. Immerhin stehen in Deutschland mit Schaeffler, Covestro und Scout24 milliardenschwere Börsengänge direkt bevor.

Insgesamt gab es im bisherigen Jahresverlauf hierzulande bereits acht IPOs im Gesamtvolumen von 3 Mrd. EUR.

 

 

 

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