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Bildnachweis: beaconsmind.

Das schweizerische Unternehmen beaconsmind (www.beaconsmind.com) ist ein Pionier auf dem Gebiet des Location-Based-Marketing. Seit kurzem sind die Aktien zusätzlich zur Euronext Paris auch in Frankfurt gelistet. GoingPublic sprach mit Gründer und CEO Max Weiland über die weiteren Pläne.

GoingPublic: Herr Weiland, das Geschäftsmodell von beaconsmind ist noch relativ neu. Könnten Sie die Idee dahinter skizzieren?

Max Weiland: Im Großen und Ganzen bieten wir eine Lösung an, mit der Retailer ihre Kunden im stationären Ladengeschäft über deren App ansprechen können. Dafür montieren wir in den Verkaufsräumen Bluetooth-Einheiten und unsere Lösung wird in die jeweilige Mobile-App unserer Retail-Kunden implementiert. Wir ermöglichen also die Echtzeitkommunikation von Retail-Unternehmen und deren Kunden am Point of Sale im stationären Geschäft.

Die installierten Bluetooth-Sender haben eine Reichweite von bis zu 80m, funktionieren also sehr genau. Wenn Retailer die Sender am Eingang des Geschäfts installieren, können sie ihre Kunden somit beispielsweise auch bereits vom anderen Ende der Straßenseite beispielsweise mit maßgeschneiderten Angeboten ansprechen und motivieren in den Laden zu kommen, sich für Produkte zu interessieren oder länger zu bleiben. Damit erhöhen wir nicht nur die für Retail-Unternehmen entscheidende Besuchs-Frequenz, sondern wir steigern auch die Kundenbindung, da wir ihnen ein auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden ausgerichtetes  Einkaufserlebnis bereiten. Die Installation unserer Lösung inklusive der Implementierung der Sender funktioniert sehr schnell, in der Regel innerhalb weniger Tage. Und das Schönste an unserer Lösung ist: Es sind sofort messbare Ergebnisse da, vom ersten Tag an verfügt der Retailer über alle relevanten standortbezogenen Daten.

Und wofür können diese Daten von den Retail-Unternehmen dann genutzt werden?

Unternehmen können ihre Kunden z.B. vorab begrüßen und aufgrund ihrer letzten Einkaufshistorie persönlich ansprechen. Dank unserer Softwarelösungen  wissen sie, dieser Kunde interessiert sich für Produkt x, jener für das Produkt y. Basierend auf dem Kaufverhalten des Kunden werden Produktempfehlungen ausgesprochen, die weit darüber hinausgehen als ihn einfach nur mit Werbung zu bombardieren die ihn möglicherweise gar nicht interessiert. Das Shoppingerlebnis wird individualisiert.

Unsere Retailer profitieren also davon, dass sie zum allerersten Mal standortbezogene Daten in Echtzeit auf unserer Lösung einsehen können. Man kann sich das wie einen E-Mail-Account vorstellen in dem man sich einloggt und verschiedene Daten wie Umsätze, KPIs oder auch die Performance von Push-Nachrichten einsehen kann. Wenn z.B. Push-Nachrichten versendet wurden, kann der Retailer unmittelbar sehen, wie viele Kunden haben diese Nachricht gelesen, wie viele kamen daraufhin in das Geschäft und haben sie bestimmte Produkte gekauft oder nicht. Das alles hilft dem Retailer zu verstehen, wie die Werbe-Maßnahme Location-Based-Marketing (LBM)  überhaupt funktioniert und wie er sich damit einen neuen Umsatz- und Marketing-Kanal erschließen kann.

Der Erwerb und Einsatz der Software scheint sich für die Retailer also auszuzahlen?

Weiland: Ja. Jeder Händler nutzt heute schon „Bewegungsdaten“ aus dem Onlineshop. Verweildauer, die Zusammensetzung des Warenkorbs und das Klickverhalten werden ausgewertet, um die Angebote optimal zu individualisieren. Genau das Gleiche machen wir nun im stationären Vertrieb möglich und verbinden diese Daten mit der Datenwelt aus dem Online-Shopping. So können Kunden zum ersten Mal elektronisch in Echtzeit beim Shoppen im Ladengeschäft angesprochen werden und Unternehmen können aus ihrem Kaufverhalten Nutzen ziehen.