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Die FORTEC Elektronik AG (ISIN: DE0005774103) hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026 einen leichten Umsatzanstieg erzielt. Gleichzeitig ging das Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Nach Angaben des Unternehmens belasteten insbesondere die weiterhin zurückhaltende Investitionsnachfrage in den Kernmärkten sowie ein verhaltenes konjunkturelles Umfeld die Geschäftsentwicklung. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde bestätigt. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von rund 9%.
Der Konzernumsatz erhöhte sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres um 1,7 % auf 58,9 Mio. EUR. Im Vorjahreszeitraum hatten die Erlöse bei 57,9 Mio. EUR gelegen. Nach Unternehmensangaben profitierte das Segment Datenvisualisierung von der erstmaligen Einbeziehung der niederländischen FORTEC Benelux B.V. in den Konsolidierungskreis.
Das Konzern-EBIT verringerte sich im Berichtszeitraum auf 0,7 Mio. EUR nach 1,4 Mio. EUR im Vorjahr. Das operative EBIT, bereinigt um Einmaleffekte, lag bei 1,1 Mio. EUR und damit unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Konzernüberschuss reduzierte sich von 1,0 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie sank von 0,30 EUR auf 0,07 EUR.
Unterschiedliche Entwicklung in den Segmenten
Im Segment Stromversorgungen erreichte FORTEC in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 25,9 Mio. EUR nach 26,5 Mio. EUR im Vorjahr. Das Segment trug mit 1,6 Mio. EUR zum Konzern-EBIT bei, nach 2,0 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.
Das Segment Datenvisualisierung erzielte einen Umsatz von 36,5 Mio. EUR gegenüber 34,6 Mio. EUR im Vorjahr. Das EBIT blieb mit minus 0,3 Mio. EUR zwar negativ, verbesserte sich jedoch gegenüber dem Vorjahreswert von minus 0,5 Mio. EUR.
Nach Angaben des Unternehmens zeigen die eingeleiteten Restrukturierungs- und Effizienzmaßnahmen insbesondere im Bereich FORTEC Integrated sowie bei FORTEC US erste Auswirkungen auf die operative Entwicklung.
Auftragsbestand steigt durch Großaufträge
Der Auftragsbestand belief sich zum 31. März 2026 auf 50,1 Mio. EUR. Gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2025 von 44,9 Mio. EUR entspricht dies einem deutlichen Anstieg. Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2024/2025 blieb der Auftragsbestand dagegen nahezu unverändert.
Nach Unternehmensangaben wurden seit Beginn des Kalenderjahres mehrere größere Aufträge aus dem Bereich Verteidigung und sicherheitsrelevante Anwendungen gewonnen. Dazu zählen Projekte für Stromversorgungslösungen und Datenvisualisierungssysteme mit einem Volumen von mehreren Mio. USD sowie ein weiterer Auftrag im Marinebereich.
Ein wesentlicher Teil dieser Aufträge werde jedoch erst in den kommenden Geschäftsjahren umsatzwirksam, so das Unternehmen.
Strategische Weiterentwicklung und Vorstandswechsel
Parallel zur operativen Entwicklung arbeitet FORTEC nach eigenen Angaben an organisatorischen Anpassungen und Effizienzmaßnahmen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Integration der im laufenden Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaft in den Benelux-Staaten, Prozessoptimierungen sowie Veränderungen in den Führungsstrukturen.
Im Mai 2026 wurde Michael Spatny als Nachfolger von Ulrich Ermel in den Vorstand berufen. Die Suche nach einem weiteren Vorstandsmitglied für das Finanzressort dauert an.
Prognose bestätigt
Für das Geschäftsjahr 2025/2026 bestätigt der Vorstand seine im März angepasste Prognose. Erwartet wird weiterhin ein Konzernumsatz zwischen 76 Mio. EUR und 80 Mio. EUR.
Beim operativen EBIT, bereinigt um Einmaleffekte, rechnet das Unternehmen unverändert mit einem ausgeglichenen bis leicht positiven Ergebnis. Gleichzeitig weist FORTEC darauf hin, dass im weiteren Jahresverlauf zusätzliche Aufwendungen aus Restrukturierungs- und Effizienzmaßnahmen anfallen können.

Die Aktie der FORTEC Elektronik AG notiert derzeit bei 11,25 EUR und damit unter dem 52-Wochen-Hoch von 16,85 EUR. Auf Sicht von zwölf Monaten ergibt sich ein Kursrückgang von rund 32 %, am vergangenen Handelstag konnte die Aktie einen Kurssprung von +9% verzeichnen. Die Marktkapitalisierung beläuft sich aktuell auf rund 35,9 Mio. EUR. Das aktuelle Research von Montega spricht von einem weiterhin schwierigen zweiten Halbjahr 2026, betont aber die positive Ausicht durch die aktuellen Restrukturierungen und bleibt bei einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 15 EUR.
Fazit
Die FORTEC Elektronik AG verzeichnete in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026 einen leichten Umsatzanstieg, blieb bei Ergebnis und Profitabilität jedoch hinter dem Vorjahresniveau zurück. Das weiterhin verhaltene Marktumfeld macht sich insbesondere in der Ertragsentwicklung bemerkbar.
Positiv entwickelte sich der Auftragsbestand, der durch mehrere neu gewonnene Projekte anstieg. Ob sich dies in den kommenden Quartalen auch stärker in Umsatz und Ergebnis niederschlägt, wird nach Angaben des Unternehmens maßgeblich vom Zeitpunkt der Projektabwicklung sowie von der weiteren Marktentwicklung abhängen.
Autor/Autorin
Die Redaktion der Kapitalmarkt Plattform GoingPublic (Magazin, www.goingpublic.de, LinkedIn Kanal, Events) widmet sich seit Dezember 1997 den aktuellen Trends rund um die Finanzierung über die Börse. Ob Börsengang (GoingPublic) oder die vielfältigen Herausforderungen für börsennotierte Unternehmen (Being Public), präsentiert sich GoingPublic cross-medial als Kapitalmarktplattform für Emittenten und Investment Professionals.






