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Das 2017 gegründete Biotech-Start-up Valanx, angesiedelt am niederösterreichischen Technologiepark IST, entwickelt ein Verfahren zur einfachen Modifikation von Proteinen. Die patentierte, neuartige und hochspezifische Technologieplattform ermöglicht dem Unternehmen eine schnelle und kostengünstige Herstellung von genau definierten Protein-Wirkstoffkonjugaten sowie Peptidkonjugaten und soll in der Arzneimittelentwicklung, Diagnostik aber auch Biosensorik ihre Anwendung finden. Valanx Biotech war neben dem kürzlich Seed-finanzierten Mindpax.me auch eines der „rising“ Start-ups auf der BioVaria 2019.

Das Biotech Unternehmen konnte sich nun eine sechsstellige Seed-Finanzierung eines Syndikats bestehend aus IST cube, tecnet equity und SOSV aus den USA, sowie eine siebensstellige Förderungsfinanzierung durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) sichern.

„Mit unserer Technologie werden wir Pharma- und Biotechnologieunternehmen unterstützen, Proteinwirkstoffe rascher und zuverlässiger herzustellen. Durch unseren Prozess werden Proteinkonjugate in ihrer molekularen Zusammensetzung genau definiert, was in der Produktion und auch in der Wirkstoffsicherheit einen signifikanten Vorteil bietet. Viele Impfstoffe sind Proteinkonjugate“, Michael Lukesch, Gründer und CEO von Valanx Biotech: „Die jüngsten pandemischen Ereignisse zeigen zweifellos das außerordentliche Potential unseres Zugangs auf.“

Zum Investment stellt Lukesch fest: „Mit unseren neuen Investoren haben wir ein umfangreiches nationales und internationales Netzwerk an Bord geholt. Zusammen mit der Erweiterung unseres Teams und der Besiedelung unseres neuen Labors im erst kürzlich eröffneten IST Park in Klosterneuburg (bei Wien) leitet dieses Investment eine neue Phase in der Entwicklung von Valanx ein. Nun wollen wir unsere revolutionäre Technologie der Proteinkonjugation so schnell wie möglich zur Marktreife entwickeln und gezielt auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse hin anpassen.“

Das frische Kapital wird Valanx Biotech einerseits in den Ausbau des Teams und andererseits in Equipment stecken, um das Verfahren weiter zu optimieren. „Mit unserem Investment unterstützen wir das hohe Potenzial der VALANX-Technologie und das starke Team unter der Leitung von Michael Lukesch. Gerade jetzt zeigt sich, dass wissenschaftsbasierte Startups dringend benötigte Lösungen bieten. IST Cube setzt seine Arbeit mit Startups auch in der Krise mit vollem Engagement fort“, heißt es seitens Lead-Investor IST Cube.

Doris Agneter, CEO von tecnet equity, ergänzt: „Valanx verspricht, die Konjugate als Werkzeug für völlig neue Anwendungen der Industrie einsetzbar zu machen. Wir schaffen als Investor das Umfeld, dass diese disruptive Technologie ihr volles Potenzial entwickeln kann. Gemeinsam mit IST Cube und SOSV ermöglichen wir Valanx Entwicklungsarbeit auf Weltniveau.“

Eines der Ziele von Valanx Biotech ist es nun auch, bestehende und neue Kontakte zu Industriepartnern auszubauen. Denn das Geschäftsmodell sieht vor, dass große Pharma- und Biotech-Unternehmen das patentierte Verfahren der Niederösterreicher lizensieren und im weiteren Verlauf Gebühren für die Nutzung bezahlen. In Zeiten von Corona stehen die Chancen gut, dass sich vor allem Unternehmen auf der Suche nach Impfstoffen (ein Milliarden-Business) für die Anwendung interessieren, da die Technologie die Entwicklung hier maßgeblich beschleunigen kann.