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Am 9. Juli 2020 wurde der AMR Action Fund, eine Initiative des internationalen Pharmaverbands (International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations, IFPMA) mit zwei gleichzeitig stattfindenden virtuellen Veranstaltungen in Berlin und Washington, D.C. bekannt gegeben. Mit diesem rein online durchgeführten „Global Launch Event“ wurde die bislang größte Initiative gegen Antibiotikarestistenzen angekündigt, welche sich der Herausforderung der Antibiotika-Innovation stellt: 23 Pharmaunternehmen aus aller Welt haben sich zusammengeschlossen und über 1 Milliarde US-Dollar an Spenden für die Antibiotika-Forschung aufgebracht. Der Fonds wird voraussichtlich im vierten Quartal 2020 einsatzbereit sein.

Mit Antibiotika lässt sich heutzutage kaum Geld verdienen, deren Fortentwicklung ist jedoch überlebenswichtig. Denn die wachsenden Probleme mit Erregern, gegen die gängige Antibiotika nicht mehr wirken, sind nicht mehr zu negieren. Antimikrobielle Resistenzen (AMR) stellen eine sich abzeichnende globale Krise dar, die das Potenzial hat, COVID-19 in Bezug auf Todesfälle und wirtschaftliche Kosten in den Schatten zu stellen. In einigen der alarmierendsten Szenarien wird geschätzt, dass AMR bis 2050 jährlich bis zu 10 Millionen Menschen das Leben kosten könnte. Doch im Gegensatz zu Covid-19 sei AMR eine vorhersehbare und vermeidbare Krise, für die jetzt Maßnahmen zu ergreifen seien, so Thomas Cueni, General Director der IFPMA.

Der geplante Aktionsfonds ist das bisher größte gemeinsame Finanzierungsvehikel der Branche. Er verfolgt das Ziel, bis Ende des Jahrzehnts die Entwicklung von mindestens zwei bis vier neuen Antibiotika gegen resistente Erreger zu ermöglichen. Folgende Biopharma-Unternehmen unterstützen den AMR Action Fund: Almirall, Amgen, Bayer, Boehringer Ingelheim, Chugai, DaiichiSankyo, Eisai, Eli Lilly and Company, GlaxoSmithKline, Johnson & Johnson, LEO Pharma, Lundbeck, Menarini, Merck, MSD, Novartis, Novo Nordisk, Novo Nordisk Foundation, Pfizer, Roche, Shionogi, Takeda, Teva, UCB. Darüber hinaus sind internationale Finanzinstitutionen wie die Europäische Entwicklungsbank (EIB) und mehrere Stiftungen engagiert.