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Das „yoo berlin“ ist eines der Renommierprojekte von Peach Property. Quelle: Peach Property

 

Nach dem Going Public des Mutterkonzerns in Zürich im Jahr 2010 wagt jetzt auch die deutsche Tochtergesellschaft der Peach Property Group den Sprung an die Börse. Mit dem Emissionserlös soll die Pipeline bei Projekt- und Bestandsimmobilien aufgefüllt werden. Bei einer Preisspanne zwischen 11 und 12 EUR wäre die Aktie attraktiv.

Börsengang

Das Angebot umfasst bis zu 3,4 Mio. Inhaberaktien. Bis zu 2,5 Mio. Aktien stammen aus einer Kapitalerhöhung und 0,9 Mio. Aktien aus einer Umplatzierung aus dem Bestand der Muttergesellschaft. Weitere 349.999 Wertpapiere aus dem Besitz der Altaktionäre stehen im Rahmen einer Überzeichnungsreserve zur Verfügung. Die Aktien können vom 30. Oktober bis 7. November gezeichnet werden. Sie sollen erstmals am 12. November im Prime Standard der Deutschen Börse notieren. Die Preisspanne lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Die Emission wird begleitet von der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG. Bei voller Ausübung des Greenshoes läge der Streubesitz bei 49,9%. Die Altaktionäre haben sich für 50% plus einer Aktie einer Marktschutzvereinbarung (Lock-up) von zwölf Monaten unterworfen. Eine Anleihe der deutschen Tochtergesellschaft wurde von Creditreform mit BBB- bewertet.

 

Peach Property Group (Deutschland) AG – Emissionsparameter
WKN

noch nicht bekannt

Erstnotiz

12. November

Zeichnungsfrist

30. Oktober bis 7. November

Preis

noch nicht bekannt

MarketCap

82,5 bis 90 Mio. EUR (geschätzt)

Marktsegment

Prime Standard

Emissionsprospekt

ja

Emissionsvolumen

2,5 Mio. Aktien aus KE

1,25 Mio. Aktien aus Bestand der Muttergesellschaft

Konsortium

biw Bank für Investments und Wertpapiere AG

Free Float

max. 49,9%

 

Berliner Renommierprojekt „Living 108“

Die deutsche Tochter der Schweizer Peach Property Group entwickelt und vermarktet luxuriöse Stadtdomizile für eine gutbetuchte Klientel, die in besten Lagen wohnen oder investieren wollen. Daneben erzielt die Immobilienfirma Einnahmen aus dem Bestand von Mietwohnungen. Mit dem Stardesigner Philippe Starck wurde für die Muttergesellschaft das Projekt „yoo berlin“ konzipiert und realisiert. Es erhielt eine Auszeichnung als bestes Apartment Europas. Ein weiteres Berliner Renommierobjekt ist „Living 108“: Auf 7.600 Quadratmetern werden an der Chausseestraße luxuriöse Wohnungen entstehen. In hochwertigen Wohnraum soll auch die ehemalige Zentrale des Stahlkonzerns Hoesch-Union in Dortmund umgestaltet werden. Mit einem Investitionsvolumen von 17 Mio. sind hier auf 9.000 Quadratmetern moderne Wohnungen geplant. Die Muttergesellschaft wurde 2004 in der Schweiz gegründet und ging 2010 an die Börse. Der Ausgabepreis der Aktie betrug 33 CHF, mittlerweile ist deren Wert auf 14 CHF gefallen. Die deutsche Niederlassung in Köln ist 2009 durch den Kauf von Immobilienprojekten der Vivacon AG entstanden.

Profitables Geschäft

Peach Property Deutschland war im vergangenen Jahr profitabel. Im Geschäftsjahr 2011 soll das operative Ergebnis über 5,5 Mio. EUR betragen haben. Das Nettoergebnis lag nach Brancheninformationen bei 1,6 Mio. EUR. Im 1. Halbjahr 2012 soll das Wohnungsunternehmen einen Gesamtertrag von 7,8 Mio. EUR erzielt haben. Das Ergebnis nach Steuern betrug 3,4 Mio. EUR. Mittelfristig will die Gesellschaft gut zwei Drittel seiner Erträge aus dem Projektentwicklungs- und knapp ein Drittel aus dem Vermietungsgeschäft erzielen. Mit dem Emissionserlös wollen die Kölner neue Luxusobjekte entwickeln sowie attraktive Objekte akquirieren und zu Luxusherbergen umbauen. Zudem soll das Geschäft mit Bestandsimmobilien ausgebaut werden, um künftig nicht nur von Verkaufserlösen, sondern stärker von Mieteinnahmen zu profitieren. Peach Property Deutschland will diese Finanzmittel zu 30% in Bestandsimmobilien, zu 40% in Modernisierungen und zu 30% in die Neuentwicklung von Luxusimmobilien investieren.

 

Peach Property Group (Deutschland) AG

2010

2011

2012e

2013e

Gesamtertrag*

1,6

5,5

12,2

47,7

Nettoergebnis*

-0,3

1,6

5,6

11,3

EpS

-0,04

0,21

0,75

1,51

KGV min.

neg.

51,6

14,7

7,3

KGV max.

neg.

56,3

16,1

8,0

*) in Mio., sämtliche Angaben in EUR; Quelle: GoingPublic Research

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