Die Erstnotiz am Neuen Markt ist für den 12. Mai geplant. Emittiert werden insgesamt 1,3 Mio. Aktien zuzüglich eines Greenshoes in Höhe von 0,12 Mio. Stück. 1,1 Mio. Aktien stammen dabei aus einer Kapitalerhöhung, 0,2 Mio. Aktien geben die Altaktionäre ab. Der Greenshoe stammt ebenfalls aus Altaktionärsbesitz.

Die Intraware AG, Petersburg, entwickelt Software für das e-Management. Durch dieses sollen vorhandene Informationen bedarfsgerecht verfügbar gehalten werden und neue oder geänderte Abläufe schnell, effektiv und einfach umgesetzt werden können. Ein Beispiel hierfür ist die Verwaltung und Auswertung unstrukturierter Informationen wie Faxe, Notizzettel oder Angebote. Statt mehrerer Papierstapel erleichtert eine Software die Verwaltung. Hauptprodukte von Intraware sind die Software-Lösungen der Produktfamile OCTUPUS. Diese werden europaweit über ein Netz von 45 Systempartnern und bereits von über 60.000 Anwendern genutzt. Zu den Kunden zählen unter anderem Firmen wie BASF, Bilfinger & Berger und Siemens. Insgesamt hat die Intraware AG seit 1996 über 105.000 Anwenderlizenzen verkauft. Die modular aufgebaute Software, die bisher über Lotus Notes läuft, soll zukünftig auch für Microsoft Exchange erhältlich sein.

Im Jahr 1999 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 11,2 Mio. Euro. Dieser soll sich im laufenden Geschäftsjahr auf 17,5 Mio. Euro erhöhen. Für das Jahr 2001 erscheinen 36 Mio. Euro Umsatz realistisch, für das Jahr 2002 rechnet GoingPublic mit etwa 60 Mio. Euro. Im Jahr 2001 will das Unternehmen den Break Even erreichen, nachdem 1999 noch ein Fehlbetrag von 1,7 Mio. Euro anfiel, der im laufenden Jahr auf etwa 2,5 Mio. Euro ansteigen soll. Für das Jahr 2002 erscheint ein Jahresüberschuß von 5 Mio. Euro möglich. Grundlage für die hohen Wachstumsraten bilden dabei die über 100.000 bereits verkauften Lizenzen. Die Ausweitung der Produkte auf Microsoft Exchange eröffnet große Potentiale. Bis zur Einführung besteht allerdings die Gefahr, daß existierende Mitbewerber in diesem Markt ihre Anteile stark ausbauen, was sich negativ auf die Wachstumsraten von Intraware auswirken würde.

Bei einem Emissionspreis von 28 Euro ergibt sich ein KUV von 3,1. Auf Grund der guten Marktstellung und des großen Marktwachstums erscheint die Aktie damit sehr fair bewertet. Für langfristig orientierte Anleger sollte sich eine Zeichnung durchaus lohnen.

Eine ausführliche Analyse des Unternehmens finden Sie auch im aktuellen GoingPublic Magazin 5/2000 auf Seite 30.

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