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[01] KAUFRESEARCH

Unternehmensfinanziertes Aktienresearch („Kaufresearch“) ist bei institutionellen Investoren vor allem aufgrund des oft unterstellten Interessenkonflikts der beauftragten Research- Häuser umstritten. Das ergab eine von der Kommunikationsberatung IR.on durchgeführte Befragung unter 40 institutionellen Nebenwerte-Investoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Da börsennotierte Unternehmen erst ab einer bestimmten Größenordnung von den Sell-Side- Analysten der Investmentbanken gecovert werden, bleibt kleineren Gesellschaften (< 100 Mio. EUR Marktkapitalisierung) zur Steigerung ihrer Wahrnehmung am Kapitalmarkt oft nur die Beauftragung eines bankenunabhängigen Researchanbieters – gegen Honorar.

Trotz des unterstellten Interessenkonfliktes erachten 85 % der befragten Investoren Kaufresearch grundsätzlich als ratsam, damit die betroffenen Unternehmen überhaupt auf den Radar des Kapitalmarkts gelangen.

Immerhin 47 % der SmallCap-Investoren verwenden hin und wieder Kaufresearch bankenunabhängiger Analysten-Häuser für die Beurteilung einer Aktie, 13 % sogar häufiger. Die übrigen 40 % nutzen kein Kaufresearch für ihre Investmentanalysen.

Als Lösungsansätze zur Verbesserung der Glaubwürdigkeit von Kaufresearch nennen die teilnehmenden Investoren eine höhere Transparenz in der Vertragsgestaltung, nachvollziehbare Analysemodelle sowie eine Veröffentlichung der Ratingshistorie und des Ratinguniversums der Kaufresearch-Anbieter.

Allerdings spielen die Ratings (Kursziele) und die zugrundeliegenden Bewertungen in den Studien für die Investment Professionals eine untergeordnete Rolle. Für die Mehrzahl der Investoren, die Kaufresearch nutzen, vermitteln diese Analysen lediglich „einen ersten Eindruck“ zum Unternehmen und dienen vor allem der Information über dessen Marktumfeld, die Branche und das Geschäftsmodell.

Als Alternativen zu unternehmensfinanziertem Research bieten sich aus Sicht der institutionellen Anleger zahlreiche Möglichkeiten für Nebenwerte, um ihre Visibilität im Kapitalmarkt zu verbessern. Dazu zählen vor allem „mehr Roadshows“, die regelmäßige Teilnahme an Kapitalmarktkonferenzen sowie eine detailliertere Berichterstattung.

Mehr Informationen unter http://www.ir-on.com/

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IR-Forum 2008: Investor Relations vor neuen Herausforderungen

Besuchen Sie das IR-Forum 2008 von euro adhoc und seien Sie dabei, wenn unsere Experten über die neuesten Trends und Entwicklungen in der Finanzkommunikation berichten.

IR Forum 2008: Investor Relations vor neuen Herausforderungen

Die Themenblöcke: * Compliance und XBRL * Non-Financials und Nachhaltigkeit – Best Practice * Krisenkommunikation am Finanzmarkt

Als Referenten sind dabei: Roland Tichy (Wirtschaftswoche), Cord Dreyer (dpa-AFX), Bernhard Wolf (DIRK), Dr. Jan Gerrit Budäus (Bafin), Franz-Josef Leven (DAI), Dr. Hendrik Garz (WestLB AG) und andere.

7. Oktober 2008, Frankfurt am Main, Japan Conference Center, Taunustor 2, 9.15 bis 17 Uhr

Anmeldungen und Programm: www.irforum2008.de

Medienpartner des IR-Forums 2008 ist Going Public.

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[02] AUCH IN DER IR-BRANCHE GIBT ES SCHWARZE SCHAFE

Die Bonner Staatsanwaltschaft hat den 45-jährige Ex-Chef der New Yorker Investor Relations-Abteilung der Deutschen Telekom und einen Bonner Unternehmer wegen Insiderhandels angeklagt.

Der Telekom-IR-Manager soll ihm zwischen November 2004 und August 2006 sensible Firmeninterna über kursrelevante Tatsachen an einen mit ihm befreundeten Geschäftsmann weitergegeben haben.

In 35 Fällen soll der Unternehmer Kauf- und Verkaufsoptionsscheine erworben und mit den folgenden Kursveränderungen Gewinne von mehr als 2,4 Mio. EUR erzielt haben.

Mehr Informationen unter http://www.ksta.de/html/artikel/1218660436810.shtml

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[03] RELAUNCH VON WWW.DIRK.ORG

Der DIRK – Deutscher Investor Relations Verband präsentiert sich seit Mitte August mit einer neu gestalteten Website. Moderner, übersichtlicher und inhaltsstark soll sie sein, geht aus der Pressemeldung des in Hamburg ansässigen Verbandes hervor.

Mehr Informationen unter http://www.DIRK.org/

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[04] CORPORATE GOVERNANCE KODEX ERWEITERT

In ihrer Sitzung am 6. Juni 2008 hat die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex turnusgemäß Anpassungen des Kodex beschlossen.

Es handelt sich im Wesentlichen um neue Empfehlungen, die für die nächste Entsprechenserklärung relevant sind. So wird z.B. die Zuständigkeit des gesamten Aufsichtsrats für die Vorstands- vergütung gestärkt. Der Aufsichtsrat soll nun das Vergütungs- system beschließen und regelmäßig überprüfen und nicht mehr der Ausschuss. Die im Vorjahr eingeführten Anregungen zur Begrenzung der Abfindungszahlungen von Vorständen wurden in den Status von Empfehlungen erhoben.

Neu ist die Kodex-Empfehlung, dass sich der Aufsichtsrat oder der Prüfungsausschuss mit Quartals- und Halbjahresberichten vor der Veröffentlichung auseinandersetzt und mit dem Vorstand erörtert.

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