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Der DAX-Konzern Wirecard hat heute bekannt gegeben, beim zuständigen Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung zu stellen. Es wird geprüft, ob auch Insolvenzanträge für Tochtergesellschaften der Wirecard-Gruppe gestellt werden müssen.

Erst Anfang dieser Woche war Ex-CEO Markus Braun verhaftet worden, nachdem vergangene Woche bekannt wurde, dass rund 1,9 Mrd. EUR in der Bilanz des DAX-Unternehmens fehlen; die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY hatte daraufhin das Testat verweigert.

Der Vorstand der Wirecard AG ist zu der Überzeugung gelangt, dass in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit eine positive Going Concern Prognose nicht gestellt werden kann. Damit ist die Fortführbarkeit des Unternehmens nicht sichergestellt.

Die ohnehin schon stark angeschlagene Wirecard-Aktie stürzte heute im Laufe des Tages erneut um rund 70% ein und notierte kurzzeitig bei 2,50 EUR.

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redaktionsleitern Kapitalmarktmedien bei der GoingPublic Media AG. Ihre Schwerpunktbereiche liegen bei Themen rund um IPOs, Investor Relations, Unternehmensfinanzierung und den Kapitalmärkten in Österreich und der Schweiz.