Heute fiel der Startschuss für das neue KMU-Börsensegment am Wiener Kapitalmarkt –   „direct market plus“ und „direct market“ lösen somit den„mid market“ und „other securities“ ab. Mit der neuen Marktsegmentierung soll heimischen österreichischen Unternehmen ein einfacher, kostengünstiger Börsenzugang gewährleistet werden.

Gleich vier Unternehmen gehen aus diesem Anlass im direct market plus neu an die Wiener Börse: startup300 AG, ein Start-Up-Ökosystem und Investorennetzwerk, EYEMAXX Real Estate AG, Immobilienentwickler und

Wiener Börse-CEO Christoph Boschan.
Wiener Börse-CEO Christoph Boschan.

Bestandserhalter mit Fokus auf die DACH-Region, VST Building Technologies AG, Anbieter von Hochbau-Verschalungstechnik, und Wolftank-Adisa Holding AG, eine Unternehmensgruppe im Bereich Tankanlagen. Die vier zuvor im mid market notierten Unternehmen Athos Immobilien AG, DWH Deutsche Werte Holding AG, Hutter & Schrantz Stahlbau AG und Sanochemia Pharmazeutika AG Teil sind ebenfalls ab heute Teil des direct market plus. Im Basis-Segment „direct market“ sind zum Marktstart 23 Unternehmen handelbar.

Neue Marktsegmentierung der Wiener Börse. Quelle: Wiener Börse.
Neue Marktsegmentierung der Wiener Börse. Quelle: Wiener Börse.

„Als Infrastruktur-Einrichtung ist es unsere zentrale Aufgabe, neue Wege zum Kapitalmarkt zu schaffen. Unser Segment bietet den idealen Startplatz, um sich dann Schritt für Schritt am Kapitalmarkt weiter zu entwickeln. Auf der Handelsseite adressiert das neue Segment kundige und erfahrene Investoren mit Fokus auf KMU und Wachstumsunternehmen, die die Chancen und Risiken richtig einzuordnen wissen“, betont Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse, der gemeinsam mit den Unternehmen den Marktstart mit der Börsenglocke heute früh einläutete.

Eine Änderung des Aktiengesetzes zu Jahresbeginn ermöglicht das neue, einfache und kostengünstigere Angebot der Wiener Börse an kleine und mittelgroße österreichische Unternehmen, die laut Aussage der Wiener Börse das Rückgrat der heimischen Wirtschaft sind (zum Interview mit Christoph Boschan im Oktober 2018 geh’s hier). Der „direct market“ bildet mit geringen Anforderungen die Basis. Im „direct market plus“ müssen Unternehmen eine Mindestbestandsdauer von einem Jahr aufweisen, Jahresabschlüsse und Halbjahres-Zwischenberichte veröffentlichen, einen Unternehmenskalender führen und sich von einem Capital Market Coach begleiten lassen. Das direct network, das die Wiener Börse ins Leben gerufen hat, bietet den Unternehmen rund 60 Ansprechpartner für die Vorbereitung auf Finanzierung und Listing.

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