Die Anzahl der Prognoseänderungen im Prime Standard 2019 ist laut einer Analyse der EQS Group um 10% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

Die 305 Emittenten in diesem Börsensegment veröffentlichten insgesamt 145 Ad-hoc-Mitteilungen mit den Schlagworten „Prognoseänderung“ und/oder „Gewinnwarnung“ – im Jahr 2018 lag die Anzahl noch bei 162.

Besonders deutlich fiel der Rückgang dieser Insiderinformationen im deutschen Leitindex aus: Während die DAX-Konzerne im Jahr 2018 noch 13 Mal ihre Vorhersagen geändert hatten, wurden 2019 nur noch acht entsprechende Mitteilungen veröffentlicht. Hier sind vor allem BASF, BMW, Continental, Daimler 2x, Infineon, Lufthansa und RWE zu nennen.

Anstieg bei SmallCaps

Im MDAX bewegt sich die Zahl korrigierender Mitteilungen nahezu auf dem Vorjahresniveau (23 zu 24). Im SDAX ist hingegen eine deutliche Steigerung zu verzeichnen (45 zu 27). Dabei gilt es allerdings zu berücksichtigen, dass seit September 2018 MDAX und SDAX 10 beziehungsweise 20 zusätzliche Werte enthalten.

EQS-Analyse: Prognoseänderungen 2019
EQS-Analyse: Prognoseänderungen 2019

Inhaltlich war der Großteil der Prognoseänderungen unerfreulich: Denn in rund zwei Dritteln der Fälle handelte es sich um Gewinnwarnungen –  die Prognosen wurden demnach also gesenkt.

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redaktionsleitern Kapitalmarktmedien bei der GoingPublic Media AG. Ihre Schwerpunktbereiche liegen bei Themen rund um IPOs, Investor Relations, Unternehmensfinanzierung und den Kapitalmärkten in Österreich und der Schweiz.