Die MBB SE (www.mbb.com), hat nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 680 Mio. EUR erzielt, was einem leichten Rückgang von 1,3% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das bereinigte EBITDA lag mit 80,0 Mio. EUR ebenfalls unter dem Vorjahr, bewies aber mit 11,7% ein weiterhin hohes Margenniveau. Damit erreichte die MBB-Gruppe trotz Lieferengpässen und Projektverschiebungen im abgelaufenen Geschäftsjahr die aktualisierte Prognose von 660 bis 680 Mio. EUR Umsatz und einer EBITDA-Marge von 10-12%.

Im Segment Service & Infrastructure konnte die Friedrich Vorwerk-Gruppe mit 279 Mio. EUR Umsatz nicht ganz an das Vorjahr anknüpfen. Die bereinigte EBITDA-Marge von 20,6% spricht aber dennoch für das Unternehmen. Nachdem DTS im ersten Halbjahr 2021 deutlich zweistellig gewachsen ist, gelang es dem Unternehmen im weiteren Jahresverlauf auf Grund des Chipmangels nicht, die Marknachfrage vollständig zu erfüllen. Trotzdem wuchs DTS im Gesamtjahr bei hoher Profitabilität um 4,6% und startete mit einem Rekordauftragsbestand ins laufende Geschäftsjahr.

Im Segment Technological Applications lag Aumann mit einem Umsatz von 161 Mio. EUR 6,8% unter dem Vorjahr, steigerte aber seinen Auftragseingang um 50,4% auf 237 Mio. EUR. Der Delignit gelang trotz der Lieferengpässe in der Automobilindustrie ein Umsatzwachstum um 16,5% auf 68 Mio. EUR.

Das Segment Consumer Goods hat insbesondere zu Beginn des vergangenen Jahres noch die Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen gespürt. So war Hanke von der schwächeren Nachfrage im Gastronomiebereich betroffen und CT Formpolster spürte die Einschränkungen im Möbelhandel. Gemeinsam erzielten die Unternehmen einen Umsatz von 72 Mio. EUR, ein Rückgang von 3,4% zum Vorjahr.

Die Liquidität der MBB-Gruppe wuchs insbesondere dank des Börsengangs von Vorwerk um 292 Mio. EUR auf 623 Mio. EUR.

FRIEDRICH VORWERK: erster Kurs leicht über Angebotspreis – (goingpublic.de)

Auch unter Berücksichtigung der derzeit absehbaren Folgen der Entwicklung in der Ukraine, erwartet MBB für 2022 ein Umsatzwachstum auf mehr als 740 Mio. EUR bei einer EBITDA-Marge von mindestens 10%. Darüber hinaus sieht das Unternehmen für 2022 sehr gute Chancen für weitere Unternehmenskäufe und plant sowohl durch Zukäufe als auch durch Akquisitionen in neuen Geschäftsbereichen zu wachsen.

Jahres-Chart:

Quelle: www.finanzen.net

Die MBB SE ist ein deutsches Private-Equity-Familienunternehmen, das sich auf den Erwerb von etablierten mittelständischen Industrieunternehmen spezialisiert hat. Die Gesellschaft beteiligt sich an Unternehmen, die einen Teil ihres Geschäfts oder den gesamten Betrieb veräußern wollen. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt 650 Mio. EUR.

Titelfoto: @Friedrich Vorwerk

Autor/Autorin

Ike Nünchert ist Mitglied des GoingPublic-Redaktionsteams.