Mit einem verwalteten Kapital von 850 Mio. EUR und Standorten in München, London und Zürich zählt der Lead-Investor bei der aktuellen Serie A Finanzierungsrunde der Neuway Pharma GmbH – Wellington Partners – zu den erfolgreichen VC-Unternehmen in Europa. Ein Gesamtvolumen von 2,7 Mio. EUR fließt nun unter Führung von Wellington Partners in die erste Ausgründung aus dem Bonner Life Science Inkubator (LSI) – die auf ZNS-Medikamente fokussierte Neuway Pharma GmbH. Das erst im April diesen Jahres gegründete Life Science Unternehmen war in den vergangenen vier Jahren mit Finanzmitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert worden. Ingesamt flossen so rund 2,3 Mio. EUR in die vielversprechende Forschung der jungen Firma. Neben der Entwicklung von innovativen Substanzen gegen seltene Störungen des Zentralnervensystems (ZNS) liegt der Fokus des Unternehmens auf der proprietären ZNS Drug Delivery Plattform, die in Partnerschaften vermarktet werden soll, wobei auch Wirkstoffe in anderen Indikationen damit entwickelt werden können.

Fokus Entwicklung und Vermarktung
Der Chief Scientific Officer der Neuway Pharma GmbH, Heiko Manninga, will die neuen Mittel nutzen, um die Entwicklungsprojekte unter Nutzung der aussichtsreichen Technologieplattform so schnell als möglich zu kommerzialisieren. Manninga wie auch das Team der Wellington Partners scheinen vom Erfolg der Plattform überzeugt. „Wir glauben, dass unsere Technologieplattform eines der wichtigsten Probleme bei der Entwicklung von ZNS-Medikamenten lösen kann, sagt Manninga in einem Statement zur aktuellen Finanzierungsrunde.“ Auch der Geschäftsführer der Life Science Inkubator GmbH, Joerg Fregien, glaubt fest an die Technologieplattform der Neuway Pharna, die das am weitesten fortgeschrittene Projekt innerhalb des LSI gewesen sei.

Blut-Hirn-Schranke überlisten
Die ZNS Drug Delivery Plattform der Neuway Pharma GmbH erlaubt nach Aussagen von Rainer Strohmenger, General Partner bei Wellington Partners, den Transport jedes Moleküls durch die Blut-Hirn-Schranke. So sollen schon in absehbarer Zeit bisher nicht behandelbare Erkrankungen des ZNS, die nach wie vor einen tödlichen Verlauf nehmen, erfolgreich behandelbar werden. Die Blut-Hirn-Schranke ist zwar zum Schutz des Gehirns von Krankheitserregern und anderen unerwünschten Substanzen extrem wichtig, verhindert aber im Falle von neurologischen Erkrankungen nicht selten eine effiziente Therapie, da sie einen hochselektiven Filter darstellt.

Über den Autor

Die GoingPublic Redaktion informiert über alle Börsengänge, Being Public, Investor Relations, Tax & Legal, Themen und Trends rund um die Hauptversammlung sowie Technologie – Finanzierung – Investment in den Lebenswissenschaften.