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Klara, ein Health-Start-up, welches sich auf sichere und intuitive Kommunikation im Gesundheitswesen spezialisiert hat, hat den Abschluss seiner Series A-Finanzierung in Höhe von 11,5 Mio. USD bekanntgegeben. Als Lead-Investor steigt der US-VC FirstMark Capital mit ein, der unter anderem bei airbnb, InVision, Pinterest und Shopify investiert ist. Die bestehenden Investoren Lerer Hippeau, Project A, Atlantic Labs und Creathor Ventures sowie Entrepreneure aus der US-amerikanischen Health-Branche beteiligten sich ebenfalls an der Finanzierungsrunde.

Sichere Messaging-Plattform für das Gesundheitswesen

Klara ist eine sichere Messaging-Plattform für das Gesundheitswesen, die Arztpraxen mit Patienten und anderen medizinischen Anbietern verknüpft und deren Kommunikation vereinfacht. Das Unternehmen mit Sitz in New York wurde 2013 von Simon Bolz und Dr. Simon Lorenz gegründet. Ziel des Unternehmens ist, die zentrale Kommunikationsplattform für das Gesundheitswesen aufzubauen. Klara wird aktuell von Tausenden Ärzten und deren Mitarbeitern genutzt wird, die mit Hunderttausenden Patienten über die Plattform kommunizieren.

Investitionen in Produkt-Roadmap: Automatisierung manueller Prozesse

Neben dem Ausbau des Teams plant Klara mit der Finanzierung, insbesondere in die Produkt-Roadmap zu investieren. Manuelle Prozesse sollen noch stärker automatisiert werden. Komplexere Abläufe wie zum Beispiel Terminvereinbarung, Patientenaufnahme, Bezahlung und elektronische Unterschriften sollen unter anderem durch die Integration von Drittanbietern ermöglicht werden. Klara soll zum damit immer mehr zum zentralen User Interface für jegliche Patientenabläufe werden. Zudem will Klara sein Netzwerk an Arztpraxen ausbauen und die Zusammenarbeit zwischen Praxen und auch anderen Gesundheitsdienstleistern stärker fördern.

„Das Gesundheitswesen ist sehr fragmentiert und liegt im Vergleich mit anderen Branchen in Sachen Transparenz, Flexibilität und Effizienz weit zurück”, sagt Uwe Horstmann, Partner bei Project A.

Lange Wartezeiten, Schwierigkeiten bei der Terminvereinbarung und komplizierte Überweisungs-Prozesse sind in einer digitalen Welt nicht mehr zeitgemäß. Seit 2008 hat sich die Zahl der Anrufe in Arztpraxen verdoppelt und im Durchschnitt werden rund 34% der Anrufe nicht beantwortet. Diese Form der Kommunikation, die hauptsächlich per Telefon stattfindet, ist ineffizient und frustriert sowohl Patienten, als auch Ärzte und Praxismitarbeiter. Kommunikation macht den Großteil der Medizin und des Behandlungsprozesses aus und ihre Bedeutung wird häufig stark vernachlässigt.

Klara will eine Kommunikation ermöglichen, die vorher nur intransparent oder gar nicht vorhanden war, und spart Ärzten rund zwei Stunden Zeit pro Tag pro Mitarbeiter. Das erhöht nicht nur die Zufriedenheit der Patienten, sondern auch die Profitabilität von Praxen, die wiederum bessere Online-Bewertungen bekommen und Telefonleitungen für neue Patienten freihalten können.

Paradigmenwechsel im US-Gesundheitsmarkt

Vor allem im US-amerikanischen Gesundheitswesen ist gerade ein Paradigmenwechsel hin zu einem patienten-orientierteren Umgang zu beobachten. Diese sogenannte „Kopernikanische Revolution im Gesundheitswesen” rückt den mündigen Patienten in den Mittelpunkt und wird stark durch digitale Technologien vorangetrieben. Denn am Ende geht es um die Patienten – und gute Kommunikation führt automatisch zu einer verbesserten Qualität der Medizin im Ganzen.

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