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Der Bereich der Immunonkologie gehört zu den dynamischten und gleichzeitig umsatzstärksten Themen der Pharmaforschung. Bei den bisher zugelassenen Therapien handelt es sich um sogenannte Checkpoint-Inhibitoren. Diese sorgen dafür, dass der Krebs das Immunsystem nicht mehr lahmlegen kann und der Körper mithilfe von Kontriollstationen selbst in der Lage ist die Krebszellen „auszuschalten“.

Mit Kombinationspartnern, die die therapeutische Reichweite von Checkpoint-Inhibitoren und -agonisten erweitern, möchten die Schweizer Immunonkologie-Spezialisten ImmunOS Therapeutics AG die klinische Entwicklung ihres Leitkandidaten iosH2 bis zum Beginn von Phase II-Studien vorantreiben. Dafür legen die Schlierener ganze 15 Mio. CHF für eine Serie A-Erstrundenfinanzierung auf den Tisch. Laut Vorstandschef Sean R. Smith sowie Mitgründer und Wissenschaftsvorstand Dr. Osiris Marroquin Belaunzaran soll ein weiterer Teil des Geldes in die Entwicklung zusätzlicher präklinischer Arzneimittelkandidaten gesteckt werden, die Zellen des angeborenen Immunsystems stimulieren und so die „eingeschlafene“ Entzündung in ehemals T-Zell-haltigen Tumoren wieder in Gang bringen. Mit dabei sind als Leitinvestoren Pfizer Ventures und BioMedPartners, aber auch Redalpine, Schroder Adveq, Wille Finance AG, BERNINA BioInvest Ltd sowie nicht genannte Neuinvestoren und die Financiers der 2,3 Mio. CHF-Seedrunde der 2017 erfolgten Ausgründung der Universitäten Zürich und Basel.

Bei der Kommerzialisierungsstrategie reden künftig vier prominente Köpfe im Management mit: Dr. Markus Hosang von BioMedPartners; Dr. Michael Baran von Pfizer Inc.; Dr. Reinhard Ambros, Ex-Chef des Novartis Venture Fund, und der frühere Novartis-Vorstandsvorsitzende Dr. Daniel Vasella sind allesamt in den Aufsichtsrat eingezogen.