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Das Kölner Start-up Desino hat mit frisch akquiriertem Kapital in Höhe einer halben Mio. EUR die Grundlage für eine weitere Erschließung des deutschen Marktes gelegt. So konnte ein Konsortium namhafter Business Angels von der Geschäftsidee der Desino überzeugt werden, darunter Michael Friebe, Business Angel des Jahres 2011, und Dieter Lorenzen. Dies insbesondere, nachdem der von Desino entwickelte Hebelrollstuhl samt seiner dynamischen Sitzfläche bereits im Oktober auf der Leitmesse Rehacare 2015 präsentiert werden konnte. Hinsichtlich der weiteren Aufstockung des akquirierten Kapitals führt Desino derzeit Gespräche zur Beteiligung eines institutionellen Investors.

Lange Zeit galt die Gewichtsreduktion als das zentrale Thema aller Innovationen im Bereich der Rollstühle. Die Desino GmbH verfolgt hingegen eine Kombination aus effizientem Hebelantrieb und dynamischem Sitzsystem. Der Ursprung des Produktnamens „Radius“ beruht darauf, dass sich durch den Hebelantrieb der Bewegungsumfang der Rollstuhlfahrer beträchtlich erweitert. Dies bewirkt unter anderem eine im System verbauten Schaltung, welche das Überwinden sonst so mühsamer Steigungen oder längerer Strecken erleichtern soll.

Parallel zum Hebelantrieb besitzt der Desino-Rollstuhl ein integriertes dynamisches Sitzsystem. Die Kombination des Antriebs- und Sitzsystems überträgt dabei eine Bewegung auf den Rollstuhlfahrer, die dem menschlichen Gangbild nahezu entspricht. Auf diese Weise soll den weitverbreiteten Rückenschmerzen und Handproblemen von Rollstuhlfahrern entgegengewirkt werden.

Alleine in Deutschland sind derzeit rund 1,5 Mio. Menschen auf einen Rollstuhl angewiesen. „Sehr häufig wird von Menschen erwartet, sich an Produkte anzupassen”, so Chefdesigner und Co-Geschäftsführer Thyl Junker. „Als Produktdesigner sehe ich meine Herausforderung allerdings darin, das Gegenteil anzustreben. Das Produkt sollte sich, wenn möglich, immer dem Mensch anpassen.”

Gegründet wurde Desino im November 2012 von Thyl Junker, Daniel Levedag und Roman Pagano. Nachdem bereits im Februar 2014 der High-Tech Gründerfonds und Business Angel Dieter Lorenzen in das Medizintechnik Startup investiert haben, wurde der Rollstuhl in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln und der RWTH Aachen bis zur Marktreife entwickelt.

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