Der deutsch-australische Biotech-Spezialist Prima Biomed hat eine Meilensteinzahlung vom Schweizer Pharma-Konzern Novartis erhalten. Die Zahlung wurde im Rahmen der Entwicklung des Antikörpers IMP 701 fällig, der sich aktuell in der klinischen Phase 1 befindet. Über die Höhe der Zahlung wurde Stillschweigen vereinbart.

Die von Prima BioMed im Dezember 2014 erworbene Gesellschaft Immutep und CoStim Pharmaceuticals, seit Februar 2014 zu Novartis gehörend, hatten bereits im September 2012 einen entsprechenden kommerziellen Kooperations- und Lizenzvertrag geschlossen. Diese Vereinbarung beinhaltet auch eine Lizenz zur Entwicklung und Vermarktung von antagonostischen LAG-3 Antikörpern.

Die Verantwortung für die Entwicklung des Antikörperprogramms liegt vollständig bei Novartis. Prima BioMed profitiert dabei von möglichen, von der weiteren Entwicklung abhängigen Meilensteinzahlungen und von Lizenzgebühren auf den Umsatz, sollte es künftig zu einer erfolgreichen Vermarktung des Produkts kommt.

IMP701 ist ein therapeutischer Antikörper, der auf LAG-3 zielt und von Immutep entwickelt wurde. Dieser antagonistische Antikörper spielt eine Rolle bei der Kontrolle der Signalwege bei beiden Effektoren, T-Zellen und regulatorischen T-Zellen (TREG). Der Antikörper wirkt sowohl durch die Aktivierung von Effektor T-Zellen als auch durch die Behinderung der Funktion der TREG, die normalerweise verhindern, dass T-Zellen auf Antigen-Stimmulierungen reagieren. Der Antikörper entfernt somit zwei „Stopper“, die die Reaktion des Immunsystems auf und die Abtötung von Krebszellen verhindern.

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