Viele neue Wege, um zukünftige Proteinengpässe bei Lebens- und Futtermitteln zu überwinden. Das beste Konzept und der beste Geschmack werden auf der Konferenz „Revolution in Food and Biomass Production (REFAB)“ vom 1. bis 2. Oktober 2018 in Köln ausgezeichnet.

Bedeutung der Aquakultur wird zunehmen

Proteine sind entscheidend für die menschliche Ernährung und Gesundheit. Aber werden wir in der Lage sein, die wachsende Weltbevölkerung kurz- und langfristig mit ausreichend Protein zu versorgen? Die gegenwärtige globale Proteinversorgung stützt sich weitgehend auf tierische Proteine, die große Umweltauswirkungen zeigen und keine geeignete Option für eine nachhaltige Zukunft sind. Heute werden ca. 60% der weltweiten Biomasseproduktion für die Fütterung von Nutztieren für Fleisch, Eier und Milchprodukte verwendet. Die Bedeutung der Aquakultur wird weiter zunehmen, so dass Tiefseefischerei und Aquakultur bis 2030 zu gleichen Teilen zur weltweiten Nahrungsmittelversorgung beitragen werden. Aquakultur benötigt große Mengen an Futterprotein, das bisher primär durch Meeresfischfang gedeckt wird.

Zukunft der Ernährung von Mensch und Tier

Alternative Proteinquellen gelten als Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft der Ernährung von Mensch und Tier. Neben Proteinpflanzen stellen vor allem Insekten, Algen, Bakterien und künstliches Fleisch aus Zellkulturen neue Quellen für Proteine dar, welche effizient und nachhaltig produzieren werden können. Bakterien können direkt CO2 in Proteine für die Aquakultur, Viehzucht und sogar Nahrungsmittel umwandeln.

REFAB: Proteine können probiert werden

Der „Future Protein Award“ wird vom nova-Institut im Rahmen der Konferenz „Revolution in Food and Biomass Production (REFAB)“ an die besten Unternehmen verliehen, die ihre Produkte und Konzepte von Zukunftsproteinen aus CO2, Insekten, Algen, Bakterien und Zellkulturen auf der begleitenden Ausstellung präsentieren.

Während der zweitägigen Konferenz können die erwarteten 500 Teilnehmer die Konzepte prüfen, die neuen Proteine probieren und für ihre Lieblingskandidaten stimmen – in den Kategorien bester Geschmack und bestes Konzept. Am Ende der Konferenz werden die Stimmen gezählt und die Gewinner der internationalen Presse vorgestellt. Bewerbungen für die Teilnahme am Preis werden bis Ende Juni entgegengenommen.

Das nova-Institut wurde 1994 als privates und unabhängiges Forschungsinstitut gegründet und ist im Bereich der Forschung und Beratung tätig. Der Fokus liegt auf der bio-basierten und der CO2-basierten Ökonomie in den Bereichen Nahrungsmittel- und Rohstoffversorgung, technisch-ökonomische Evaluierung, Marktforschung, Nachhaltigkeitsbewertung, Öffentlichkeitsarbeit, B2B-Kommunikation und politischen Rahmenbedingungen.

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