Werbung

Bildnachweis: adobe.stock.foto, vfa bio Pressekonferenz.

Biopharmazeutika, also Medikamente aus biotechnischer Herstellung, setzten 2020 neue Bestmarken im deutschen Markt: mit einem Umsatz von 14,6 Mrd. Euro (2019: 12,8 Mrd. Euro) und einem Marktanteil von 30,8 % (2019: 29,0 %). Die Belegschaften der Biopharmazeutika-Hersteller wuchsen um +5,4 % auf 44.600 Mitarbeitende. Dies sind Ergebnisse des heute veröffentlichten Branchenreports „Medizinische Biotechnologie in Deutschland 2021“ von der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) im Auftrag von vfa bio.

(alle Grafiken aus vfa bio-Report)

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.vfa-bio.de zu laden.

Inhalt laden

Scharfer internationaler Wettbewerb

Im Uhrzeigersinn und Ladies-first: Dr. Sabine Sydow (vfa bio), Dr. Jürgen Lücke (BCG), Dr. Frank Mathias (Rentschler/vfa bio), Jens Machemehl (vfa bio)

„Deutschland kann sich gegenüber der internationalen Konkurrenz behaupten. Das zeigte sich im Pandemiejahr 2020 auf beeindruckende Weise bei der mRNA-Technologie und gilt auch insgesamt für die medizinische Biotechnologie“, kommentiert Dr. Frank Mathias, Vorsitzender von vfa bio und CEO der Rentschler Biopharma SE.
„Bei der Produktion von Biopharmazeutika hat der Standort Deutschland einen wichtigen Anteil“, so Dr. Mathias weiter. „Europa nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Rund 165 Biopharmazeutika werden in Europa produziert – das liegt deutlich vor den USA mit 102. Diese Vielfalt zeigt sich auch in Deutschland – mit 44 hierzulande produzierten Biopharmazeutika“, sagt Studienautor Dr. Jürgen Lücke, Senior Partner bei BCG.

Lücke mahnt aber auch: „Andere Länder holen auf oder ziehen sogar an uns vorbei. Lag Deutschland 2018 noch auf Platz drei bei den Gesamtkapazitäten [also der in Fermenter-Litern gemessenen Produktionskapazität aus Zellkultur, Anm. der Redaktion], reicht es 2021 nur für Platz 5. Überholt haben uns die Schweiz und Irland. Andere Länder wie die USA oder Südkorea bleiben unerreicht. Daran ändert auch der Ausbau der Impfstoffkapazitäten nichts.“

 

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.vfa-bio.de zu laden.

Inhalt laden

Hier finden Sie einen Beitrag über Biopharmazeutika und Hintergründe zur Produktion vom Herbst 2020

Antikörper bleiben Schwerpunkt

Vertieft geht der aktuelle Biotech-Report auf rekombinante Antikörper ein. Ende 2020 waren bereits 82 Vertreter dieser Wirkstoffklasse in Deutschland zugelassen, doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. Mit 32 % aller zugelassenen Biopharmazeutika bilden Antikörper die wichtigste Gruppe und kommen in unterschiedlichsten medizinischen Gebieten zum Einsatz. Die Krebsmedizin steht dabei erneut auf Platz eins – nämlich mit 32 derartigen Wirkstoffen, gefolgt von Infektionsmedizin und Immunologie.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.vfa-bio.de zu laden.

Inhalt laden

Rekombinante Antikörper sind der Wachstumsmotor für die medizinische Biotechnologie. Auch bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie leisten Antikörper ihren Beitrag. Und mit 65 % machen sie den Löwenanteil an der gesamten biopharmazeutischen Pipeline aus, die sich seit 2005 mehr als verdoppelt hat: von anfangs 256 Kandidaten in klinischer Entwicklung auf 657 Ende 2020. In dieser Pipeline befinden sich auch Entwicklungskandidaten für neue Impfstoffe und Gentherapeutika. Frank Mathias appelliert an die Politik: „Deutschland kann das in der Pandemie bewiesene Potenzial nutzen! Wenn die Politik will, dass künftig wieder mehr Medikamente hierzulande produziert werden, sollten das Hightech-Produkte wie Biopharmazeutika sein. Sie haben sich in der Corona-Pandemie als Trumpfkarte für Deutschland erwiesen“

Der Report analysiert die Aktivitäten aller Unternehmen in der medizinischen Biotechnologie in Deutschland und beleuchtet den Gesamtmarkt (Apotheken und Klinik) mit von IQVIA erhobenen Daten. Er kann unter www.vfa-bio.de/publikationen als pdf heruntergeladen oder kostenfrei bestellt werden.

Siehe zum Sonderthema „Biosimilars“ zusätzlich auch den Artikel auf diesen Seiten.

Über den Autor