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Die MOLOGEN AG (ISIN DE0006637200; Frankfurter Wertpapierbörse: MGN) hat ein verbindliches Term Sheet unterzeichnet, welches die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit zwischen MOLOGEN und iPharma, einem in China ansässigen Medikamentenentwickler festlegt.

MOLOGEN-Aktie mit Kurssprung

An der Frankfurter Börse kam die Nachricht gut an: Dort legte die MOLOGEN-Aktie um rund 70% zu und lag zuletzt bei knapp 2,70 EUR.

iPharma Ltd. ist ein Joint Venture von I-Bridge Capital, einem chinesischen Investor und BioLineRx Ltd. (NASDAQ: BLRX), einem börsennotierten Biotechnologie-Unternehmen, ansässig in Israel. Das Unternehmen konzentriert sich auf Ansätze und Projekte im Bereich der Immuntherapien, die es durch Ein-Lizenzierungen für den chinesischen und globalen Markt weiter entwickeln will.

Lizenzvereinbarungen und Entwicklungskooperationen

Die Zusammenarbeit soll in einem finalen Vertrag konkretisiert werden, der aus zwei Teilen bestehen wird: Zum einen eine Lizenzvereinbarung inklusive Rechten an Unterlizenzen, in der MOLOGEN iPharma eine exklusive Lizenz für die Entwicklung, Produktion und Vermarktung des Hauptproduktkandidaten Lefitolimod in onkologischen Indikationen in den Märkten China inklusive Hong Kong und Macao, Taiwan und Singapur (Lizenzgebiet) erteilt. Im Rahmen der Lizenzvereinbarung würde MOLOGEN eine Vorauszahlung, Meilensteinzahlungen, Lizenzgebühren sowie eine Kapitaleinlage erhalten. Mit diesem Lizenzvertrag will MOLOGEN eines seiner wichtigsten Zieleerreichen: die Auslizenzierung von Lefitolimod.

Zweitens wird eine Vereinbarung zu einer Entwicklungskooperation getroffen, bei der beide Parteien Lefitolimod gemeinsam in einer oder mehreren im Vorfeld abgestimmten onkologischen Indikationen nach einem vorab zu vereinbarenden Plan und abhängig von einer Finanzierung im Lizenzgebiet als auch auf globaler Ebene entwickeln wollen.

„Ziel ist es, den von MOLOGEN eigens entwickelten Wirkstoffkandidaten und TLR9-Agonisten Lefitolimod, der sich derzeit in einer Phase-III-Studie befindet, auf den chinesischen Markt zu bringen als Erstlinienerhaltungstherapie zur Behandlung von metastasierendem Darmkrebs und potentiell anderen Indikationen mit hohem medizinischem Bedarf und sehr begrenzten Therapiemöglichkeiten“, kommentierte Dr. Binhui (Ben) Ni, CEO von iPharma.

Gesamtzahlungen von rund 100 Mio. EUR möglich

Im Rahmen des finalen Vertrages, der bis Ende des Jahres abgeschlossen werden soll, verpflichtet sich iPharma zu einer Vorauszahlung in Höhe von drei Mio. EUR und zu einer Zeichnung einer Kapitalanlage an MOLOGEN in Höhe von zwei Mio. EUR innerhalb von zwölf Monaten nach Abschluss der Lizenzvereinbarung. Die weiteren Meilensteinzahlungen teilen sich in sogenannte Entwicklungsmeilensteine auf, die in Abhängigkeit vom Entwicklungsfortschritt etwa Erreichen bestimmter Studienphasen oder der Zulassung fällig werden und sogenannte kommerzielle Meilensteine, die in Abhängigkeit von der Erreichung bestimmter Umsatzgrößen im Rahmen der Vermarktung gezahlt werden.

Die Gesamthöhe dieser Zahlungen kann Größenordnungen von rund 100 Mio. EUR erreichen und würde im Verlauf von mehreren Jahren zur Zahlung anfallen, wenn solche Meilensteine erreicht werden. Zusätzlich kann MOLOGEN niedrig zweistellige Lizenzgebühren auf die im Markt erzielten Umsätze erhalten. Darüber hinaus würden alle mit der Entwicklung, Registrierung, dem Vertrieb und der Vermarktung von Lefitolimod verbundenen Aufwendungen in den im finalen Vertrag definierten Märkten von iPharma übernommen werden.

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