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Die Medigene AG (MDG1, Frankfurt, Prime Standard, TecDAX), Spezialist für die Entwicklung T-Zell-gerichteter Krebstherapien, hat ihre Finanz- und Geschäftsergebnisse für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht und einen Ausblick auf 2017 gegeben.

Gesamterlöse auf rund 9,8 Mio. EUR gestiegen

Der Anstieg der Gesamterlöse des Unternehmens um 43% auf rund 9,8 Mio. EUR (2015: 6,8 Mio. EUR) ist demnach vor allem auf den einmaligen Sondereffekt aus der Veräußerung von EndoTAG in Höhe von 2,4 Mio. EUR zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2016 sind 894.000 EUR als Umsatz aus der strategischen Forschungs- und Entwicklungskooperation mit dem Unternehmen bluebird bio, Inc. realisiert worden. Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich im Berichtszeitraum aufgrund des Ausbaus der Immuntherapie-Projekte planmäßig auf 11,5 Mio. EUR. Dabei erhöhten sich die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für Medigenes Immuntherapie-Programme um 89% auf 10,5 Mio. EUR.

Jahresverlust gesunken

Der Jahresverlust konnte in der Berichtsperiode um 27% auf 9,5 Mio. EUR verringert werden. Das Jahresergebnis wurde 2016 unter anderem durch Erträge aus dem Verkauf von gehaltenen Anteilen am Unternehmen Immunocore in Höhe von 4,2 Mio. EUR positiv beeinflusst, die außerhalb des Betriebsergebnisses verbucht wurden. Die liquiden Mittel und Festgelder betrugen zum Ende des Berichtsjahres rund 53 Mio. EUR.

In diesem Jahr will sich Medigene vor allem auf klinische Fortschritte in der Phase II seiner DC-Studie, auf den Start des klinischen TCR-Programms, sowie auf den Fortschritt der strategischen Zusammenarbeit mit bluebird bio konzentrieren. Dr. Thomas Taapken, Finanzvorstand der Medigene AG, erklärte: „Unsere solide Finanzsituation erlaubt es uns, das Potenzial unserer Immuntherapie-Plattform planmäßig weiter zu entwickeln. Im Jahr 2017 werden wir zielgerichtet in die fortschreitenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten investieren, um die Werthaltigkeit von Medigene weiter zu steigern.“

TCR-modifizierte T-Zellen: Zwei eigene klinische Studien

Für den Therapieansatz TCR-modifizierte T-Zellen (TCRs) strebt das Unternehmen den Start von zwei eigenen klinischen Studien an, von denen die erste im zweiten Halbjahr 2017 und eine weitere im zweiten Halbjahr 2018 starten soll. Zusätzlich ist Medigene bei einer prüfarzt-initiierten (IIT) Phase I-Studie beteiligt, die ebenfalls 2017 beginnen soll und voraussichtlich die erste klinische TCR-Studie in Deutschland sein wird. In Vorbereitung von Medigenes TCR-Studien wird die Entwicklung eines GMP-konformen Herstellungsprozesses für TCRs fortgeführt. Zudem sollen neue TCRs spezifisch für vielversprechende Tumor-assoziierte Antigene isoliert und charakterisiert werden.

Erweiterung der TCR-Technologieplattform geplant

Über die laufende Generierung von neuen eigenen TCRs hinaus plant Medigene, durch die Rekrutierung neuer Mitarbeiter die TCR-Technologieplattform zu erweitern. Das Unternehmen beabsichtigt nach eigenen Angaben, neue automatisierte Arbeitsabläufe und Technologien zu implementieren, um die TCR-Technologieplattform breiter aufzustellen und ihre Einsatzmöglichkeiten zu erweitern. Ein Teil von Medigenes TCR-Team soll im Rahmen der Partnerschaft mit dem US-Unternehmen bluebird tätig sein. Die Verantwortlichen gehen davon aus, im Jahr 2017 gute Fortschritte in dieser Kollaboration zu erzielen. Die im Rahmen der Kooperation entstehenden Kosten für Mitarbeiter und Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wird bluebird übernehmen. Die weiteren Kapazitäten des vergrößerten TCR-Teams will Medigene für den Ausbau der eigenen TCR-Programme einsetzen.

2017: Erlöse bis zu zehn Mio.EUR geplant

Die geplanten Gesamterlöse in 2017 werden in Höhe von acht bis zehn Mio. EUR veranschlagt. Diese Prognose enthält jedoch keine künftigen Meilensteinzahlungen aus der bestehenden strategischen Partnerschaft mit bluebird oder Umsätze aus potenziellen neuen Transaktionen. Der geplante EBITDA-Verlust wurde mit 16 bis 18 Mio. EUR angegeben.

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