Das Heidelberger Start-up Luxendo kann sich über eine Serie A-Finanzierung von 6 Mio. EUR freuen. Das Unternehmen entwickelt neuartige Mokroskopietechniken und Geräte. Nun investieren der Wagniskapitalfinanzierer LSP und der EMBL Technology Fund II in das Unternehmen. Beide Häuser beteiligen sich jeweils zur Hälfte.

Luxendo ist eine Ausgründung aus dem Europäischen Labor für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg. Das Unternehmen entwickelt Mikroskope zur Lichtscheibenfluoreszenz-Mikroskopie (SPIM). Bei dem Verfahren wird jeweils nur eine wenige Mikrometer starke Schicht einer Probe beleuchtet. Dies führt im Vergleich zur konventionellen Technik zu einer besseren Auflösung und einem deutlich verminderten Bildhintergrund. Außerdem werden negative Effekte durch Bleichen oder lichtinduzierten Stress in biologischen Proben reduziert. Dadurch können Bilder und Verfahren in extrem hohen Auflösung beobachtet werden, beispielsweise die gesamte Embryonalentwicklung einer Fruchtfliege mit subzellulärer Auflösung.

Luxendo wird sich zunächst auf dem EMBL-Campus in Heidelberg ansiedeln und sich auf die weitere Entwicklung der SPIM-Technik für die biomedizinische Forschung konzentrieren. Auf diese Weise sollen Wissenschaftler bereits in der Entwicklungsphase Zugriff auf die STIM-Mikroskope haben, so dass sie ihre Erfahrungen direkt in den Entwicklungsprozess einfließen lassen könnten. Eine erste Gerätegeneration, MuVI-SPIM, ist bereits auf dem Markt erhältlich.

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