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Bildnachweis: Siarhei – stock.adobe.com.

Die Hamburger Evotec SE hat eine Zahlung über 9 Mio. USD von Celgene erhalten. Grund hierfür war die Entscheidung von Celgene, der Partnerschaft einen neuen Zelltyp hinzuzufügen.

Therapieoptionen für eine Vielzahl neurodegenerativer Erkrankungen

Evotec und Celgene beabsichtigen mit ihrer im Dezember 2016 geschlossenen Allianz, krankheitsmodifizierende Therapieoptionen für eine Vielzahl neurodegenerativer Erkrankungen zu identifizieren. Bisher haben die Unternehmen verschiedene wissenschaftliche Meilensteine erreicht, wie die Überführung eines Programms in die Phase der Leitstrukturoptimierung sowie die Erweiterung um zusätzliche Zelllinien und nun die Erweiterung um einen neuen Zelltyp.

Aktuell zugelassene Medikamente lindern die Symptome nur kurzfristig und es gibt einen hohen ungedeckten medizinischen Bedarf an Therapieoptionen, die den Krankheitsfortschritt verlangsamen oder umkehren. Die Partnerschaft der beiden Unternehmen verfolgt einen neuen Ansatz zur Erforschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe, indem Evotec ihre humane iPSC-Technologieplattform einbringt, die zu den größten und ausgereiftesten Plattformen ihrer Art in der Branche zählt.

Mehrzahl der Medikamente lindert nur Symptome

Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec, kommentierte: „Es gibt heutzutage immer noch unzureichende Behandlungsmöglichkeiten für Patienten, die an neurodegenerativen Erkrankungen leiden. Zudem lindert die Mehrzahl der Medikamente nur die Symptome und greift nicht die Ursachen der Erkrankung an.“

Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen oder auch iPSC) sind pluripotente Stammzellen, die direkt aus adulten Zellen generiert werden können. Die iPSC-Technologie wurde im Labor von Shinya Yamanaka im japanischen Kyoto entdeckt, dem es im Jahr 2006 gelang, mit einer Kombination aus vier spezifischen Genen kodiert mit Transkriptionsfaktoren adulte Zellen in pluripotente Stammzellen umzuwandeln. Im Jahr 2012 erhielt er zusammen mit Sir John Gurdon den Nobelpreis für die Entdeckung, dass erwachsene Zellen in pluripotente Zellen umprogrammiert werden können.

Der Einsatz von pluripotenten Stammzellen ist sehr vielversprechend im Bereich regenerative Medizin. Da sie sich unendlich vermehren lassen und in jegliche anderen Zelltypen des Körpers umgewandelt werden können (z. B. Neuronen, Herz-, Pankreas-, und Leberzellen), stellen sie eine Ressource als Ersatz für durch Krankheit beschädigte Zellen dar.