Bildnachweis: pro Ruhgebiet.

E-Health Ideen mit dem Ziel, durch digitale Hilfsmittel zu heilen und die Gesundheit zu verbessern, sind bei neuen Start-ups als Geschäftsmodell extrem beliebt. Das belegt eine Auswertung der bisherigen Teilnehmer des am 1. April gestarteten bundesweiten Businessplan-Wettbewerbes Medizin- und Gesundheitswirtschaft.

Businessplan-Wettbewerb: Knapp die Hälfte der Teilnehmer sind E-Health-Gründungen

E-Health Gründungen, beispielweise im Bereich der Telemedizin, machen dabei einen Anteil von 50% aus. Darunter sind auch eine Reihe von Geschäftsideen, die auf künstlicher Intelligenz basieren. „Dieser Umstand sendet ein überaus positives Signal für die Innovationskraft der deutschen Medizin- und Gesundheitswirtschaft aus“, freut sich Ute Günther, Geschäftsführerin des Unternehmernetzwerkes pro Ruhrgebiet, das den Wettbewerb in Kooperation mit der Startbahn Ruhr GmbH, rein privatwirtschaftlich finanziert, organisiert.

Sieger bei diesem Wettbewerb zu küren, der sich über sechs Monate erstreckt, sei nur Mittel zum Zweck, um den Ehrgeiz zu wecken, sagt Ute Günther. „Zufrieden sind wir nämlich nur dann, wenn möglichst viele Teilnehmer nach sechs Monaten harter Arbeit und steiler Lernkurve einen soliden Businessplan zur Verfügung haben, der reif macht für wirtschaftlich erfolgreiche neue Wege im Gesundheitswesen.“ Erwartet werden bis zum Anmeldeschluss etwa 40 bis 50 Teams aus ganz Deutschland, die sich im Schnitt aus drei Gründern zusammensetzen.

Corona macht innovative Lösungen umso notwendiger

Der Start des 2020er Wettbewerbsdurchgangs fällt genau in die Corona-Krisenzeit, in der deutlich wird, welche wichtige Rolle Start-ups spielen können, wenn es darum geht, innovative Lösungen zu finden und weil sie Innovationsfähigkeit, exzellente Forschung und Digitalisierung miteinander verbinden.

Der Businessplan Wettbewerb Medizinwirtschaft ist Deutschlands einziger Gründungs-Wettbewerb speziell für die Zukunftsbranche Medizin- und Gesundheitswirtschaft. Als Branchenwettbewerb vermittelt er Fach- und Spezialwissen speziell für die Zukunftsbranchen der Medizin, wie Medizintechnik, E-Health, Telemedizin, Kliniksoftware, Bildgebung in Diagnostik und Chirurgie und medizinische Biotechnologie.

Jedem Team wird ein persönlicher Mentor zur Seite gestellt, der die Gründer während der gesamten Wettbewerbszeit begleitet. Darüber hinaus können weitere Fachleute zu Rate gezogen werden, die punktuell beraten. Es gibt ein adressatenspezifisches Qualifizierungsangebot – aktuell als Webinare -, kontinuierliches Feedback, regelmäßigen Erfahrungsaustausch und Kontakte zu branchenspezifischen Netzwerken.

Zeitplan:

  1. April 2020: Start des Wettbewerbs – Phase 1
  2. Juni 2020: Abgabe der Basisbusinesspläne
  3. Juli 2020: Start Phase 2 des Wettbewerbs (letzte Einstiegsmöglichkeit)
  4. September 2020: Abgabe der Detailbusinesspläne
  5. November 2020: Jurysitzung und Preisverleihung

Weitere Informationen unter www.med-startbahn.de.

In Corona-Zeiten finden bis auf weiteres alle geplanten Präsenzveranstaltungen online statt.

Über den Autor

Holger Garbs ist seit 2008 als freier Redakteur für die GoingPublic Media AG tätig. Er schreibt für die Plattform LifeSciences und das VentureCapital Magazin.