Bildnachweis: Fraunhofer ISIT.

CAMPTON Diagnostics wurde 2016 aus dem Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie (ISIT) in Itzehoe ausgegründet. Das Unternehmen entwickelt hochempfindliche in-vitro-Diagnostika, für die das ISIT die Biochips im institutseigenen Reinraum herstellt. Nun konnte das Unternehmen mit Standort am Fraunhofer ISIT in Itzehoe die Würth-Gruppe als Investor gewinnen.

Vor-Ort-Analytik direkt beim Patienten

CAMPTON arbeitet aktuell an der Entwicklung und Zertifizierung der ersten Gerätegenerationen für die Point-of-Care-Diagnostik, etwa die vor-Ort-Analytik direkt beim Patienten. In Verbindung damit entwickeln die Wissenschaftler von CAMPTON Tests, die gemeinsam mit Partnern aus den Bereichen der Humandiagnostik und Bioanalytik realisiert und vertrieben werden sollen.

Ergebnisse in wenigen Minuten

Innerhalb weniger Minuten können mit dem Point-of-Care-System aus einem Tropfen Vollblut verlässliche Aussagen zur Indikation von Infektionen, Krebs oder anderen Krankheiten ermittelt werden. Das System ist tragbar, leicht zu bedienen und somit für den ortsunabhängigen Einsatz, auch direkt beim Patienten, geeignet. Die Technologie basiert auf der sogenannten „elektrischen Biochiptechnologie“.

Für die jeweiligen Messungen werden Einweg-Kartuschen mit integriertem Biochip verwendet. Der Biochip funktioniert wie ein herkömmlicher ELISA-Test, allerdings elektrisch auslesbar und somit miniaturisierbar.

Das Gerät, der sogenannte Reader, führt die Messung vollautomatisch durch. Es muss nichts getan werden, außer die Probe mit einer Lanzette zu entnehmen und die Kartusche in das Gerät einzuführen. Das Analysenergebnis wird nach wenigen Minuten als realer Wert im Display angezeigt.

Die CAMPTON-Plattformtechnologie mit Biochips ermöglicht den universellen Einsatz des Gerätes. Lediglich über die Konfektionierung des Biochips wird bestimmt, um welchen Test es sich handelt, das Gerät und weite Teile der benötigten Reagenzien bleiben identisch.