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Bildnachweis: fasciotens GmbH, Gründerfonds Ruhr.

„Die Versorgung von Hochrisikopatienten wird sich signifikant verbessern“

Interview mit Daniela Breilmann, Investmentmanagerin, Gründerfonds Ruhr

Plattform Life Sciences: fasciotens wurde 2016 gegründet, ist also noch ein relativ junges Unternehmen. Was hat den Gründerfonds Ruhr damals überzeugt, sich als Investor zu engagieren?

Breilmann: fasciotens wurde von praktizierenden Chirurgen für Chirurgen gegründet, um einen hohen Medical Need zu bedienen und damit Menschenleben zu retten. Wir sind davon überzeugt, dass sich die medizinische Versorgung der Hochrisikopatienten mit offenem Abdomen signifikant verbessern wird. Gleichzeitig kann durch Fasciotens Abdomen sogar die Aufenthaltsdauer der Patienten auf der Intensivstation reduziert werden, was für die Einsparmöglichkeiten der Krankenhäuser von hoher Bedeutung ist.

Welche Marktchancen sehen Sie für die Produkte des Unternehmens?

Die CE-1s-Zertifizierung war ein großer Meilenstein. So konnten inzwischen zahlreiche Patienten erfolgreich behandelt werden. Die Ergebnisse sind so gut, dass nun sogar bereits über die Grenzen Deutschlands hinaus Patienten behandelt werden können und damit der große Medical Need auch in weiteren europäischen Ländern bedient werden kann. Weitere Produkte befinden sich bereits in der Entwicklung.

Daniela Breilmann, Gründerfonds Ruhr: „Die Ergebnisse sind so gut, dass nun sogar bereits über die Grenzen Deutschlands hinaus Patienten behandelt werden können und damit der große Medical Need auch in weiteren europäischen Ländern bedient werden kann.“ Quelle: Gründerfonds Ruhr.

Wie haben sich die bisherigen Finanzierungsrunden zusammengesetzt? Welche weiteren Finanzierungen sind geplant?

Bisher sind Coparion, der Gründerfonds Ruhr und Privatinvestoren an fasciotens beteiligt. Um das Wachstum – samt Internationalisierung des Unternehmens und weiteren Produktentwicklungen – proaktiv unterstützen zu können, soll im nächsten Jahr eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen werden.

Im Vergleich zu anderen Segmenten: Wie sehr engagiert sich der Gründerfonds Ruhr in der Medizintechnik?

Der Fonds beteiligt sich an innovativen und technologieorientierten Unternehmen aus den Branchen Life Sciences und Gesundheit, digitale Wirtschaft, Chemie und neue Werkstoffe, Energie und Industrie sowie Logistik und Handel. Medizintechnik ist dabei ein sehr interessantes Feld. Voraussetzungen sind gute Wachstums- und Exit-Perspektiven sowie ein kompetentes Management. Als Multi-Corporate-Frühphasenfonds eröffnet er zudem wichtige Industriezugänge für die jeweiligen Portfoliounternehmen.

Frau Breilmann, herzlichen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Holger Garbs.