Die AMP Alternative Medical Products GmbH hat eine Serie-B-Drawdown-Kreditfazilität über 500.000 EUR mit Taiga Atlas plc abgeschlossen. AMP hat 2018 bereits eine Serie-A-Eigenkapitalfinanzierung in Höhe von 75.000 EUR mit Chinook unterzeichnet. Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Chinook Tyee Industry Limited. Chinook ist eine Beteiligungsgesellschaft, die an der kanadischen TSX Venture Exchange notiert ist.

Zusammenarbeit mit deutschen Patienten Ärzten und Apotheken geplant

AMP ist ein deutsches Biopharma-Unternehmen, das Medizinalcannabis-Rezepturen und Dosisabgabesysteme für Patienten in Deutschland entwickelt. Die mobilisierten Mittel sollen nun in den Ausbau von AMPs Vertriebslieferkette in Deutschland fließen. Außerdem will man lizenzierte Cannabis-Produzenten (LP) aus Kanada beim Erhalt des EU-GMP-Zertifikats für den Export von Medizinalcannabis nach Deutschland unterstützen. AMP will Medizinalcannabis von LP importieren, die das EU-GMP-Zertifikat erhalten haben. Die Produkte sollen über AMPs strategische Partner an deutsche Apotheken geliefert werden. AMP steht derzeit in Verhandlungen und will schon bald Lieferverträge mit mehreren LP abschließen. Diese sehen vor, dass sich AMP um die EU-GMP-Lückenanalyse der LP inklusive Audit kümmert, um die endgültige Zertifizierung in Deutschland zu gewährleisten und die Finanzierung für eventuelle EU-GMP-Upgrades bereitzustellen. Spätestens 2021 plant AMP in Zusammenarbeit mit deutschen Patienten, Ärzten und Apothekern seine eigenen medizinischen Cannabissorten zu entwickeln und von LP herstellen zu lassen.

Nachfrage nach Medizinalcannabis drastisch gestiegen

„Seit der Legalisierung im vergangenen Jahr ist die Nachfrage nach Medizinalcannabis in Deutschland drastisch gestiegen. Aufgrund von Lieferengpässen haben aber nicht alle Patienten Zugang zu der Arznei“, sagte Dr. Stefan Feuerstein, Geschäftsführer von AMP. „Die wachsende Nachfrage auf dem deutschen Markt nach Medizinalcannabis muss auch nach Beginn des heimischen Anbaus über Importe befriedigt werden, vor allem aus Kanada.“

Print Friendly, PDF & Email