Mit dem Projekt „Healthcare Regensburg – managed by BioPark“ wurde eine neue Clusterinitiative der Stadt Regensburg im Bereich der Gesundheitswirtschaft angestoßen. Eine aktuelle Erhebung des Clusters zeigt nun, dass seit der letzten Zählung im Jahr 2011 in der Region die Anzahl der Beschäftigten in der Gesundheitsbranche um 26% gestiegen ist und dokumentiert die wachsende Bedeutung dieser Branche für die Zukunft der Domstadt und der Region Oberpfalz.

„Masterplan – Gesundheitswirtschaft Regensburg“

Mit welchen Maßnahmen Regensburg und die Region in Zukunft die Chancen nutzen und die Potenziale heben könnten, die im Bereich Gesundheitswirtschaft bestehen – darum ging es bei der Erstellung des „Masterplan – Gesundheitswirtschaft Regensburg“ der 2017 mit Unterstützung durch den Freistaat Bayern von der BioPark Regensburg GmbH vorgestellt wurde. 2011 hatte die AOK-Direktion Regensburg erstmals aktuelle Zahlen zur Gesundheitswirtschaft am Standort veröffentlicht. Im Auftrag des BioParks hat die Management und Technologieberatung Detecon International GmbH im Bereich Pharma und Health eine aktuelle Erhebung der Beschäftigtenzahlen in Stadt und Landkreis Regensburg durchgeführt. Dazu wurden neun sogenannte WZ-Codes (Klassifikation und Systematik von Wirtschaftszweigen) aus dem Gesundheitsbereich ausgewertet.

Im Jahr 2018 waren demnach insgesamt 20.401 sozialversicherte Beschäftigte im Gesundheitsbereich in der Region Regensburg tätig. Das sind gut 26% mehr als bei der letzten Zählung 2011. 80% davon sind in der Stadt Regensburg und 20% im Landkreis Regensburg tätig. Mit 10.955 Beschäftigten arbeitet beinahe die Hälfte davon in den fünf Kliniken in Stadt und Landkreis. Im niedergelassenen ärztlichen Bereich waren zuletzt 3.894 Personen beschäftigt. Auch in der stationären und ambulanten Pflege stieg die Anzahl der Beschäftigten um 26% auf 3.892.

Bundesweiter Anstieg der Beschäftigten nur bei 19%

Die deutsche Gesundheitswirtschaft erwirtschaftete zuletzt mit 348 Mrd. € rund 12% des Bruttoinlandproduktes. Dies entspricht in etwa jedem achten Euro des Bruttoinnlandproduktes. Gleichzeitig ist sie Arbeitgeber für 7,3 Mio. Menschen in Deutschland, das ist jeder sechste Arbeitsplatz. Die Gesundheitswirtschaft ist ein Jobmotor und hat in Deutschland in den letzten zehn Jahren 1,4 Mio. Stellen geschaffen, ein Anstieg von fast 19%. Die Bürgermeisterin der Stadt Regensburg, Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die zudem Aufsichtsratsvorsitzende der BioPark Regensburg GmbH ist, dankt der Detecon Consulting und dem BioPark-Team für diese aktuelle Standortanalyse. „Gerade die überproportionale Zunahme der Beschäftigtenzahlen in der Gesundheitswirtschaft um 26% in nur sieben Jahren in Stadt und Landkreis gegenüber dem Bundesdurchschnitt von 19% in zehn Jahren zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg für die Zukunftssicherung des Standortes sind.“

Wachsende Bedeutung der Branche für Stadt und Region

Dieter Daminger, Referent für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen der Stadt Regensburg und nebenamtlich CFO im BioPark ergänzt; „Der starke Anstieg der Gesamtbeschäftigten in ca. 831 Betrieben im Gesundheitsbereich in Stadt und Landkreis dokumentiert die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung dieser Branche für den Standort Regensburg.“ Der konsequente Ausbau z.B. der Kliniken und Forschungseinrichtungen, von Ärztezentren und Alten- und Pflegeheimen trage zu dieser Entwicklung ebenfalls mit bei. Daminger betonte die Rolle des BioParks als wichtiger Nukleus für Wissenschaft am Standort. So stellt der BioPark auch Flächen für die langfristige Ansiedlung von außeruniversitären Forschungseinrichtungen, wie dem RCI-Regensburger Zentrum für Interventionelle Immunologie, dem Fraunhofer ITEM, Bereich Personalisierte Tumortherapie und dem RCBE Regensburg Center of Biomedical Engineering bzw. dem RCHST Regensburg Center of Health Sciences and Technology zur Verfügung.

Das Projektteam um BioPark Geschäftsführer Dr. Thomas Diefenthal und Projektmanager Dr. Ilja Hagen sieht in der Marke „Healthcare Regensburg – managed by BioPark“ weiteres Potential. „Die Begegnung des steigenden Fachkräftemangels, die Zunahme von regionalen Forschungsprojekten und die steigende Zahl von Gründungsideen im Gesundheitsbereich stärken bereits heute den Technologiestandort Regensburg nachhaltig“. Der demographische Wandel wird auch in der jungen Studentenstadt Regensburg nicht vorbeigehen. Damit ist auch für die Zukunft mit einem starken Wachstum dieser Branche zu rechnen.

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