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Wie die Unternehmen bekannt gaben, handelt es sich um eine Forschungs- und Lizenzvereinbarung, in deren Rahmen ausgewählte Nanobody Kandidaten weiter erforscht und zu aussichtsreichen Medikamenten gegen verschiedene Krebserkrankungen weiterentwickelt werden sollen. Nanobodys basieren auf natürlichen Antikörpern, bestehen aber nur aus Antikörper-Fragmenten. Aus dem genannten Grunde sind Nanobodys sehr viel kleiner und wegen ihrer einzigartigen chemischen Struktur auch sehr viel stabiler als konventionelle Antikörper. Nanobodys lassen sich so variieren, dass sie bi- oder trispezifisch werden und so mehrere Krankheitsziele gleichzeitig erkennen und blockieren können.

20 Mio. EUR Vorauszahlung

Im Rahmen der Vereinbarung wird die belgische Ablynx neben einer Vorauszahlung in Höhe von 20 Mio. EUR weitere Forschungsgelder von 10,7 Mio. EUR innerhalb der nächsten drei Jahre erhalten. Die Kollaboration sieht außerdem, in Abhängigkeit vom Erreichen verschiedener Forschungs-, Entwicklungs- und Vermarktungsmeilensteine, weitere finanzielle Zuwendungen für Ablynx vor. Insgesamt könnte der Deal bis zu 1,7 Mrd. EUR in die Ablynx Kasse spülen. Wobei hier die Tantiemen für die erfolgreiche Vermarktung eines Entwicklungskandidaten noch nicht berücksichtigt sind.

Schon das zweite Abkommen mit Merck

Merck & Co wird die Verantwortung für den Entwicklungsprozess, den Herstellungsprozess und die anschließende Vermarktung übernehmen. Mit der aktuellen Vereinbarung zeigt Merck, dass es von der Ablynx-Forschungsexpertise überzeugt ist. Denn bereits 2012 wurde eine Kollaboration zwischen den beiden Unternehmen unterzeichnet, diese war jedoch auf neurologisch aktive Wirkstoffe fokussiert, während das aktuelle Programm die Krebsimmuntherapie favorisiert. Ablynx arbeitet aktuell an etwa 30 Programmen und sieben Nanobodys konnten bereits erfolgreich in die Klinik gebracht werden. Die Ziele der neuen Wirkstoffe sind Zytokine, Enzyme, Zelloberflächenrezeptoren und Ionenkanäle und stecken damit ein breites Repertoire ab.

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