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Bildnachweis: Dan Race – stock.adobe.com.

Die medizinische Diagnostik wird zunehmend digitalisiert, auch in der personalisierten Medizin. Die Platomics GmbH aus Österreich entwickelt eine digitale Plattform zur Analyse von genetischen Daten. Damit kann soll der genetische Bauplan entschlüsselt und besser verstanden werden. Das Unternehmen hat eine 7-stellige Finanzierung von internationalen Investoren generieren können. Weitere Details zum Deal wurden nicht gemacht.

Genetische Tests in den medizinischen Alltag

Mit der Sequenzierung des menschlichen Genoms zur personalisierten Diagnose entstehen riesige Datenmengen. Das Auslesen dieser Daten ist durch neue Sequencing-Technologien in den letzten Jahren relativ einfach und schnell möglich. Für die Interpretation der Daten sind jedoch hochkomplexe Analyseverfahren notwendig. In speziellen Anwendungsbereichen wie bei pränatalen Tests oder in der Krebsdiagnose sind Gentests bereits Standard. Im medizinischen Alltag ist genetisches Testen aber momentan noch zu kostenintensiv.

Gentests so einfach wie ein Bluttest

Richtig interpretiert kann man mit Gentests die Entstehung von Krankheiten besser verstehen und damit Diagnose und Therapie maßgeblich verbessern. Auch Wirkung und Nebenwirkung von Medikamenten werden durch den genetischen Bauplan wesentlich beeinflusst. Die breite Anwendung von Gentests steht deshalb kurz bevor, so Dr. Albert Kriegner, CEO von Platomics: „Wir befinden uns medizinisch, technologisch und regulatorisch im Umbruch. Unsere Vision ist, dass ein Gentest so kostengünstig und einfach verfügbar wird wie ein herkömmlicher Bluttest.“ Platomics ist ein Spin-Off des Austrian Institute of Technology, an dem Kriegner die Abteilung für Bioinformatik leitete.

Das Produkt in der Praxis

Diagnostische Labore von Ärzten und Spitälern nutzen die Plattform bereits zur standardisierten und validierten Analyse ihrer genetischen Daten, so die Platomics-Verantwortlichen. Ein Austausch mit genetischen Zentren ermöglicht eine praxisnahe Implementierung der Plattform.

Nächste Schritte: KI, Bioinformatik und mehr

Das Investment soll nun die Erweiterung der Aktivitäten für die Kernthemen von Platomics ermöglichen: regulatorische Compliance, Big Data Analysis, künstliche Intelligenz, Datensicherheit, Software-Entwicklung und Bioinformatik.