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Die 4SC AG (4SC, FWB Prime Standard: VSC) hat heute die Konzern-Finanzergebnisse für das am 31. Dezember 2015 abgelaufene Geschäftsjahr und einen Ausblick für 2016 veröffentlicht. Im Mittelpunkt der operativen Geschäftsentwicklung standen vor allem eine erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhung und netto 27,5 Mio. Euro eingenommene liquide Mittel, die zum Großteil für die Durchführung einer zulassungsrelevanten Phase-II-Studie von Resminostat in der Blutkrebs-Indikation kutanes T-Zell Lymphom (CTCL) eingesetzt werden.

 

Weiterhin fokussierte sich 4SC im Rahmen seiner klinischen Onkologie-Pipeline auf die epigenetischen Substanzen Resminostat und 4SC-202 sowie den weiteren Ausbau seiner Epigenetik-Expertise. Schließlich konnte die 4SC AG den erfolgreichen Abschluss einer Lizenzpartnerschaft mit dem Pharma-Konzern Menarini für die klinische Entwicklung von Resminostat in der Region Asien/Pazifik vermelden, allerdings ohne den japanischen Markt.

 

Der Umsatz sank von 7,06 Mio. EUR in 2014 auf nunmehr 3,27 Mio. EUR. Der Rückgang erklärt sich nach Firmenangaben durch geringere Beiträge aus Forschungskooperationen, die vor allem auf wesentliche Vorab- und Meilensteinzahlungen der Partner Yakult Honsha und LEO Pharma im Jahr 2014 zurückzuführen sind sowie auf deutlich geringere Umsätze aus Weiterbelastungen von Fremdarbeiten an Kooperationspartner im Jahr 2015.

 

Derweil verringerte sich der Verlust (EBIT) dank reduzierter Aufwendungen auf -8,92 Mio. EUR, verglichen mit -9,44 Mio. EUR im Vorjahr. Entsprechend verbesserte sich das Nettoergebnis auf -9,23 Mio. EUR (2014: -9,70 Mio. EUR). Insgesamt betrug der Finanzmittelbestand zum Jahresende 22,79 Mio. EUR und lag damit erheblich über dem Vorjahreswert von 3,20 Mio. EUR.

 

Für das laufende Geschäftsjahr plant die 4SC AG Mitte des Jahres die ersten Studienzentren zu öffnen und Patienten für die zulassungsrelevante Phase-II-Studie für Resminostat in der Indikation CTCL zu rekrutieren. Das Design der Studie wurde intensiv mit der Europäischen Zulassungsbehörde EMA besprochen, so dass bei einem planmäßigen Verlauf bereits Ende 2018 erste Ergebnisse vorliegen sollen. Bei positiven Ergebnissen würde das Unternehmen demnach einen Antrag auf vorläufige Marktzulassung in der EU stellen.

 

Die Ergebnisse der Phase-II-Studie zur Behandlung von Leberkrebs (HCC) mit Resminostat, die vom Partner Yakult Honsha in Japan durchgeführt wird, werden gegen Mitte des Jahres erwartet. Sollten diese Ergebnisse vielversprechend sein, so wird 4SC nach eigenen Angaben intensiv darauf hinarbeiten, auch in den USA und in der EU zulassungsrelevante Studien in dieser Indikation durchzuführen. Dazu wird es notwendig sein, eine entsprechende Finanzierung sicherzustellen oder einen geeigneten Entwicklungspartner zu finden.

 

4SC geht aktuell davon aus, dass die bestehenden liquiden Mittel zur Finanzierung des Unternehmens voraussichtlich bis in das Jahr 2018 hineinreichen und damit die wesentlichen Teile der CTCL-Studie abdecken werden.

 

Erst vor wenigen Tagen hatte der Aufsichtsrat der 4SC AG bekanntgegeben, dass CEO Enno Spillner das Angebot einer Verlängerung seines auslaufenden Vorstandsvertrags nicht annehmen wird. Spillner wird das Unternehmen nach einer Übergangsfrist zum 30. Juni verlassen.

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