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So eine Serie-C-Finanzierung sieht man auch nicht alle Tage: Das nur etwa 5 Jahre alte Biotech-Startup Numab Therapeutics AG erhält für die Weiterentwicklung seine immunonkologischen Plattform 100 Millionen Franken.

BigPharma-Stallgeruch

Angeführt wird die Runde von HBM Partners und hier wie auch in der Führungsebene von Numab spielt ein gewisser „BigPharma-Stallgeruch“ wohl eine Rolle: HBM wird geprägt vom ehemaligen Roche-Finanzminister Henri B. Meier, als Numab-Aufsichtsrat ist seit wenigen Monaten Daniel Vasella am Ruder, ehemaliger Novartis-Chef und danach in diversen start-up-Zwischenstationen mit teilweise höchsterfolgreichen finanziellen Exits alles andere als in einen „Ruhestand“ gewechselt. Die Schweizer „Handelszeitung“ hat dies aktuell sehr lesenswert aufgeschrieben.

Weitere Investoren sind Novo Ventures, die schon bei früheren Runden dabei waren, etwa der noch etwas bescheideneren B-Series mit rund 20 Mio CHF vor wenigen Jahren. Neu mit an Bord ist zudem der Forbion Growth Opportunities Fund, der neueste Biotech-Spezial-Fond der Niederländer, der selbst im April 2021 mit über 360 Millionen Euro geclost wurde. Zudem sind weitere finanzkräftige Investoren wie der Vermögensverwalter Black Rock bei Numab dabei.

Numab – was macht die Schweizer so attraktiv?

Die Firma konzentriert sich auf meist multi-spezifische Antikörpermoleküle, sei es bi-, tri- oder auch einmal hexa-spezifische Molekülkonstrukte. Diese werden „wie bei Lego“ (so der CEO David Urech zur Handelszeitung) aus einzelnen Antikörpermolekül-Bindungsbereichen gezielt und neu-gemischt in ein neues Molekül fusioniert. Zuerst war man damit bei Krankheiten wie Diabetes und Entzündungserkrankungen unterwegs, seit einigen Jahren hat Numab einen immer größeren Schwerpunkt auf die Immunonkologie gelegt und erwartet sich gerade dort mit dem am weitesten fortgeschrittenen Medikamentenkandidat einen Durchbruch.
Man darf gespannt sein, was die Pharma-Veteranen dort weiter anstellen.

 

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Über den Autor

Dr. Georg Kääb ist seit 1. Februar Redaktionsleiter der Plattform LifeSciences. Davor war er über 10 Jahre Manager Communications bei der Biotech-Netzwerkagentur BioM. Von der Ausbildung her Biologe waren die ersten Berufsstationen als freier Journalist bei u.a. Süddeutscher Zeitung sowie DIE ZEIT und dann ebenfalls ein gutes Jahrzehnt als Chefredakteur der Mitgliederzeitschrift des Verbandes dt. Biologen, vdbiol.