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Der Veredelungs-Spezialist
Die SKW Stahl-Metallurgie Holding nimmt im Bereich der Roheisenveredelung unter den Spezialchemieanbietern eine weltweit führende Position ein. Die ehemalige Degussa-Tochter, die seit dem Sommer 2004 in den Konzernverbund der Arques Industries AG eingegliedert ist, beliefert Stahlunternehmen mit Lösungen zur Veredelung und Entschwefelung von Roheisen. Erst dann kann dieses zu hochwertigem Stahl und dann zu Stahlprodukten weiterverarbeitet werden. Über ein Joint Venture versorgt man zudem die indische Stahlindustrie mit Carbid-basierten Entschwefelungsgemischen. Die ebenfalls zu SKW gehörende Affival-Gruppe produziert mit Spezialchemikalien gefüllte Drähte, die dem Stahl besondere metallurgische Eigenschaften verleihen. Bei solchen Fülldrähten kommt Affival auf einen Weltmarktanteil von 30 %.

Am Tropf der Stahlkonjunktur?
Für SKW ist das derzeitige Umfeld im Stahlsektor nahezu ideal. Insofern besteht die Gefahr, dass sich bei einem kommenden zyklischen Abschwung und einem Rückgang der Preise auf breiter Front auch die Geschäftsperspektiven für SKW eintrüben dürften. Die Ausrichtung auf das Segment für hochwertigen Stahl sollte jedoch helfen, einen Teil des möglichen Preisdrucks abzufedern. Zusätzlich wirkt die Diversifikation über die unterschiedlichen Abnehmerbranchen als eine Absicherung gegen eine zu hohe Abhängigkeit von der allgemeinen Stahlkonjunktur und einzelnen Industrien.

Internationale Expansion
Die heute bereits in 35 Ländern aktive SKW-Gruppe mit Produktionsstandorten in Deutschland, Frankreich, den USA, Südkorea, Japan und Indien strebt eine noch stärkere Internationalisierung an. Die Gelder aus dem Börsengang sollen schwerpunktmäßig in die regionale Expansion vor allem in der Türkei und Osteuropa investiert werden. Auch Akquisitionen sind als eine Alternative zum Aufbau eigener Produktionsstätten ein Thema. Des Weiteren soll die Wertschöpfungskette durch den Einstieg in neue Segmente sukzessive erweitert werden. Wie CEO Ines Kolmsee im Hintergrundgespräch mit dem GoingPublic Magazin erläuterte, betrifft dies in erster Linie die Rückwärtsintegration im Rohmaterialbereich. Man sehe die Möglichkeit, gezielt bei einigen für die Produktion wichtigen Rohmaterialen zuzukaufen.

Geschäftszahlen SKW Metallurgie

2006e

2007e

2008e

Umsatz*

196,5

221,7

250,5

Nettoerg.*

9,2

11,5

14,2

EpS

2,08

2,60

3,21

KGV max.**

15,6

12,5

10,1

*) in Mio., sämtliche Angaben in Euro; Quelle: SES Research
**) auf Basis der geschätzten Bookbuilding-Spanne


Solide Geschäftsentwicklung
Nachdem SKW das vergangene Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 193 Mio. Euro und einem EBIT von 11 Mio. Euro abschloss, deuten die vorliegenden Neunmonatszahlen darauf hin, dass auch 2006 für das Unternehmen ein guter Jahrgang werden wird. Bei einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse um 3 % auf 144,2 Mio. Euro legte der operative Gewinn um rund 5 % auf 9,3 Mio. Euro zu. Erfreulich entwickelte sich der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit, der gegenüber 2005 auf 6,1 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden konnte. Auch für den Rest des Jahres geht SKW von Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis aus. Die Marge sieht die Vorstandschefin dabei noch als ausbaufähig an. Ein besserer Produkt-Mix und der Eintritt in neue Märkte sollen helfen, die Profitabilität weiter zu erhöhen.

Emissionsparameter
Die Erstnotiz im Geregelten Markt (Prime Standard) soll am 1. Dezember erfolgen. Den Großteil, d.h. rund zwei Drittel des gesamten Transaktionsvolumens, macht eine Kapitalerhöhung aus. Die übrigen Anteile stammen aus dem Besitz der Arques AG, die aber weiterhin knapp 60 % an SKW halten wird. Folglich wird sich der Streubesitz nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption auf mehr als 40 % belaufen.

Bewertung und Fazit
Die SKW-Gruppe verfügt insbesondere bei Fülldrähten über eine exzellente Marktposition. Der Trend, dass immer mehr Stahl mit spezifischen Verarbeitungseigenschaften benötigt wird, kommt dem Konzern bei seinen Expansionsplänen zu Gute. Am unteren Ende der Bookbuilding-Spanne kommt SKW auf ein 2007er KGV von rund 10. Unter der Voraussetzung, dass die Stahlbranche nicht von einem starken zyklischen Abschwung heimgesucht wird, ist das eine attraktive Bewertung für einen Weltmarktführer. Das GoingPublic Magazin empfiehlt eine Zeichnung am unteren Ende der Preisspanne bis ca. 28,50 Euro.

Marcus Wessel

SKW Metallurgie – Emissionsparameter
Erstnotiz

1.12.

Zeichnungsfrist

bis 29.11.

Bookbuildingspanne

27,50 bis 32,50 Euro

MarketCap

121,6 bis 143,7 Mio. Euro

Marktsegment

Geregelter Markt (Prime Standard)

Emissionsvolumen

bis zu  1,897 Mio. Aktien,

 davon 1,097 Mio. aus Kap.erh.,

0,6 Mio. von Altaktionären

plus 0,2 Mio. Greenshoe

Volumen: 52,2 bis 61,7 Mio. Euro

Konsortium

Viscardi Sec. (Lead), Nord/LB (Co-Lead),

Free Float

ca. 43 %

Internet

www.skw-steel.com