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Bis einschließlich 21. Februar können die Aktien der Rösch AG Medizintechnik (WKN 529 140) in einer Preisspanne zwischen 22 und 26 Euro gezeichnet werden. Der erste Handelstag am Neuen Markt ist der 24. Februar.

Zum Emissionskonsortium gehören Concord Effekten (Lead), HSBC Trinkaus & Burkhardt, Deutsche Apotheker- und Ärztebank und das Bankhaus Neelmeyer.

Ausgegeben werden insgesamt 1.934.250 Stückaktien. Rund 65 % der Aktien (1.263.950) entstammen einer Kapitalerhöhung, die restlichen knapp 35 % (670.300) aus der Abgabe der Altaktionäre Equidyne Corporation, TFG Venture Capital, sowie des Konsortialführers Concord Effekten AG. Der Free-Float nach Emission beträgt 40,3 %.

Die Rösch AG hat zuletzt mit ihrem Slogan „Spritzen ohne Nadel“ eine breite Medienpräsenz erhalten. Dabei waren die Meinungen über die Akzeptanz der Technologie und die Positionierung des Unternehmens durchaus gespalten.

Das Hauptprodukt von Rösch ist das INJEXTM-System. Mit ihm können pharmazeutische Wirkstoffe unter hohem Druck ohne die Verwendung einer Spritze mit Nadel unter die Haut gebracht werden. Insbesondere im Bereich Diabetes und der damit verbundenen täglichen Injektion von Insulin wird laut Gründer und Vorstandsvorsitzendem Andy Rösch ein starkes Wachstumspotential gesehen. Die Vorteile von Rösch wurden auf der gestrigen Emissionspressekonferenz erläutert: sichere Handhabung des Injectors und drastisch reduziertes Gewicht gegenüber der Konkurrenz (z.B. Bioject Inc., USA). Inzwischen scheinen klinische Untersuchungen weitere Hinweise zu liefern, daß die Wirksamkeit der mit dem INJEX verabreichten Medikamente gegenüber der herkömmlichen Nadel-Technologie nicht geschmälert ist.

Einer konservativen Einschätzung zufolge will das Unternehmen allein mit dem Diabetiker-Markt in Zentraleuropa und der Anwendung für Heparin zur Vorbeugung von Thrombosen (Deutschland) im laufenden Geschäftsjahr (zum 31.07.) einen Umsatz von 19,66 Mio. DM erzielen. Für die nächsten drei Jahre werden hohe Wachstumsraten erwartet (Umsatz: 97,04 Mio. DM in Geschäftsjahr 2000/01, 174,33 Mio. DM in 2001/02 und 236,84 Mio. DM in 2002/03).

Auf Basis der Unternehmensbewertung durch Concord Effekten ergibt sich ein Emissions-KGV zwischen 17 und 20 auf der Grundlage der Zahlen des Geschäftsjahres 2000/2001. Zur Erreichung der Umsatzziele soll der Emissionserlös zum Ausbau des technologischen Vorsprungs, dem Ausbau der Fertigungsanlagen, dem Aufbau des Vertriebs und für Akquisitionen verwendet werden.

Da die Produkte des Unternehmens am Markt noch nicht etabliert sind, sollten sich Anleger des hohen Risikos der Aktie bewußt sein. Setzt sich die „Spritze ohne Nadel“ durch und die Planzahlen werden erreicht, dann dürfte sich die Aktie als langfristig äußerst chancenreich entpuppen.