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Begleitet wird der Börsengang von der GZ-Bank als Konsortialführer und der Nord/LB. Die Erstnotiz am Neuen Markt ist für den 15. März geplant. Emittiert werden bis zu 1,87 Mio. Aktien, von denen 1,7 Mio. Stück aus einer Kapitalerhöhung stammen. Lediglich der Greenshoe in Höhe von 0,17 Mio. Aktien stammt aus dem Besitz von Altaktionären. Der Free Float wird nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption 33,6 % betragen.

LS telcom ist als Dienstleister und Software-Entwickler im Bereich Funknetzplanung und Spectrum Management tätig. Die Software-Lösungen des badischen Unternehmens helfen z.B. Mobilfunkanbietern, den optimalen Platz für ihre Sendemasten zu finden. LS telcom ist dabei in die fünf Geschäftsbereiche Mobile & Fixed Communication, Broadcast, Spectrum Economy, Consulting & Engineering Services sowie das neue Geschäftsfeld e-Solutions gegliedert. Mit dieser Produktpalette wird die komplette Wertschöpfungskette von der Entwicklung integrierter Software-Systeme bis zur Vermittlung geeigneter Funkstandorte abgedeckt. Als Kunden kann das 1992 als LS Hochfrequenztechnik GmbH gegründete Unternehmen nationale und internationale Telekommunikations-Unternehmen (z.B. Alcatel, Deutsche Telekom, Viag Interkom, e-plus) sowie Regulierungsbehörden aufweisen.

Mit dem Erlösen aus dem Börsengang will LS telcom vor allem in Forschung und Entwicklung investieren und damit die Entwicklungszyklen beschleunigen. So fließen jährlich etwa 30 % der Aufwendungen in diesen Bereich. Außerdem sind Akquisitionen im europäischen und außereuropäischen Ausland zur Erweiterung der Produktpalette und des Vertriebsnetzes geplant.

Nach Studien des amerikanischen Marktforschungsinstituts Dataquest sollen die Investitionen im Bereich Mobilfunk bis zum Jahr 2003 um etwa 20 % p.a., im für LS telcom relevanteren Unterbereich Software und Dienstleistungen sogar um 27 % p.a. steigen. Vor allem im Geschäftsfeld e-Solutions ist das Potential beachtlich: Etwa 25.000 Standorte für GSM-Sender werden in den nächsten Jahren zusätzlich benötigt. Durch neue Mobilfunktechniken wie UMTS dürften zusätzlich weitere 60.000 Standorte nachgefragt werden. Der Internet-Marktplatz für Funkstandorte placeabase.com von LS telcom bietet hier eine attraktive Lösung. Ob dieser Bereich allerdings wie geplant bis zum Jahr 2004 etwa 30 % zum Umsatz beisteuern kann, erscheint so kurz nach Start des Angebots sehr optimistisch kalkuliert.

 

2000*

2000/01**e

2001/02**e

 

Ums. (Mio.)

5,9

15,6

26,7

KUV ´02e: 2,9***

EPS

0,18

0,24

0,92

KGV ´02e: 16***

Quelle: GoingPublic-Research; alle Angaben in Euro; * Rumpfgeschäftsjahr (1.1. bis 30.9), ** GJ-Ende 30.9., ***am oberen Ende der Preisspanne

LS telcom arbeitet seit Gründung profitabel. Auch wenn im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr durch Investitionen und Entwicklungskosten das Ergebnis etwas belastet wurde, rechnet das Management für die Zukunft mit Wachstumsraten von 15 bis 30 % und einer EBIT-Marge von etwa 28 %. Auf Grund der guten Marktposition und der breiten Kundenbasis sollte sich LS telcom eine Scheibe von den bevorstehenden Investitionen im Telekommunikations-Bereich abschneiden können. Zwar sind bei dem derzeitigen Marktumfeld keine großen Zeichnungsgewinne zu erwarten. Mit einem KGV von knapp 16 auf Basis der Gewinne des Jahres 2001/2002 und den geplanten Wachstumsraten sollte der langfristig orientierte Anleger ein Investment in Erwägung ziehen.

Einen ausführlichen Beitrag zu dieser Neuemission können Sie im aktuellen GoingPublic Magazin 3/2001 03/2001 auf Seite 20/21 lesen.

News zu geplanten Neuemissionen finden Sie täglich ab ca. 16 Uhr in der Rubrik „Der Neuemissions-Bericht “sowie morgens in den „Akuellen IPOs“ bei den Kurzmeldungen.