Die Nürnberger LinoDiagnostics AG (WKN 648 640) möchte im zweiten Anlauf am Prädikatsmarkt der Bayerischen Börse in München starten. Das Emissionsvolumen beträgt 350.000 Aktien, nachdem ursprünglich 500.000 Aktien plaziert werden sollten. Diese stammen ausschließlich aus einer Kapitalerhöhung. Die Zeichnungsfrist läuft noch bis 17. November, die Bookbuilding-Spanne beträgt (unverändert) 15,50 bis 18,50 Euro. Als Konsortialbank fungiert die Baader Wertpapierhandelsbank, die Erstnotiz ist für den 19. November vorgesehen.

LinoDiagnostics bietet verschiedene Dienstleistungen im Bereich der Schadstoffmessung und -analyse an. Durch den Einstieg in das Privatkundengeschäft – bisher wurden fast ausschließlich Geschäftskunden adressiert – erhofft sich das Unternehmen im Jahr 2000 einen Umsatzsprung auf 33,2 Mio. DM, während 1999 noch 9,1 Mio. DM umgesetzt werden sollen. Nach einer Schätzung der Baader Wertpapierhandelsbank dürfte das Ergebnis (nach DVFA) 1999 noch bei -0,94 Euro je Aktie liegen und 2000 auf +1,26 Euro springen.

Einen Ausgabepreis am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne unterstellt, ergibt sich damit ein 2000er-KGV von knapp 15. Doch ob der Einstieg in das Privatkundengeschäft wie geplant voranschreitet und ob in der neuen Sparte wirklich bereits im ersten Geschäftsjahr schwarze Zahlen geschrieben werden können, muß sich erst noch zeigen. Die vorliegenden Prognosen erscheinen deshalb sehr ambitioniert. Ein Einstieg in die Aktie drängt sich daher vorerst nicht auf.

Ein detailliertes Unternehmensportrait finden Sie auch im GoingPublic-Magazin 10/99, S. 62.

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