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[01] IR-GEHÄLTER

In einer europaweiten Erhebung der französischen Research-Firma InvestorSight im Auftrag des Magazins Real IR wurden die Gehaltsstrukturen im IR-Bereich ermittelt. Dazu wurden 116 IR-Teams befragt.

Deutsche IR-Manager verdienen im europäischen Vergleich gut und werden nur von ihren britischen Kollegen überflügelt. 87 % der IR-Abteilungsleiter verdienen über 100.000 Euro jährlich, 50 % gar über 150.000 Euro. In Bezug auf Branchen werden die höchsten Gehälter bei Banken und Finanzdienstleistern gezahlt: 67 % der IR-Chefs verdienen über 150.000 Euro. Auf den Plätzen folgen die Sektoren Rohstoffe und Dienstleistungen. Insgesamt ist auch festzuhalten, dass in großen Unternehmen (mehr als eine Mrd. Euro Marktkapitalisierung) deutlich höhere Einkommen zu erzielen sind. Dies geht dann wohl mit personell größeren Abteilungen einher.

Die variablen Gehaltsbausteine liegen in Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt. Die meisten IR-Leiter (39 %) haben einen variablen Gehaltsanteil von 10-20 %; nur 10 % haben einen variablen Anteil von über 40 %. In Großbritannien dagegen wird überwiegend variabel bezahlt. 49 % der IR-Chefs haben einen variablen Anteil von über 40 %. Banken und Finanzdienstleister zahlen allgemein eher niedriege Fix-Gehälter und setzen dafür den variablen Anteil hoch an. Unternehmen mit einer MarketCap unter einer Mrd. Euro bezahlen ihre IR-Heads auch lieber erfolgsabhängig, während Großkonzerne stärker Fixum-fixiert sind. Etwas überraschend ist, dass bei 53 % keine expliziten Kriterien festgelegt sind, anhand derer die variable Vegütung ermittelt wird. Bei den übrigen werden die Zahl der Analysten, die an Meetings teilnehmenden Investoren, der Erfolg neuer IR-Projekte und der Teamgeist zur Beurteilung herangezogen.

Europaweit sind die IR-Abteilungsleiter recht zufrieden (3,55 von maximal 5 Punkten) mit ihren Gehältern. Innerhalb der von ihnen angeführten Teams sieht das anders aus. Hier sind die IR-Manager nur mittelmäßig (2,55 von 5 Punkten) mit ihrem Einkommen zufrieden. Das durchschnittliche Team besteht im Übrigen aus einem IR-Leiter, vier IR-Managern und zwei IR-Assistenten.

IR-Manager, die Teil eines IR-Teams sind verdienen in Europa mehrheitlich unter 100.000 Euro (84 %). In Deutschland sind es 83 %. Die genaue Aufsplittung der jährlichen Gehälter sieht für deutsche IR-Manager wie folgt aus: 42 % verdienen unter 50.000 Euro, 26 % zwischen 50.000 und 70.000, 15 % zwischen 70.000 und 100.000, 10 % zwischen 100.000 und 120.000 und schließlich 7 % zwischen 120.000 und 150.000 Euro. Mehr als 150.000 verdient in Deutschland kein IR-Manager innerhalb eines Teams (UK: 2%).

Mehr Informationen unter http://www.investorsight.com/pdf/p16-23%20Survey.IR%20DecJan%2005F.pdf

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[02] STUDIE: VERHALTEN UND PRÄFERENZEN DEUTSCHER AKTIONÄRE

In der bisher größten Aktionärsbefragung Deutschlands hat die Ruhr-Universität Bochum 800.000 Aktionäre der Deutsche Post AG befragt, von denen über 80.000 geantwortet haben. Die Ergebnisse wurden jetzt vom Deutsche Aktieninstitut als DAI-Studie „Verhalten und Präferenzen deutscher Aktionäre – Eine Befragung privater und institutioneller Anleger zu Informationsverhalten, Dividendenpräferenz und Wahrnehmung von Stimmrechten“ veröffentlicht.

Demnach haben Zeitungen, Zeitschriften und Wirtschaftssendungen im Fernsehen die höchste Bedeutung als Informationsquelle für private Aktionäre in Deutschland. 74 % messen diesen Medien „hohe“ oder „sehr hohe“ Bedeutung bei. Es folgen der Geschäftsbericht mit 45 % und Quartalsberichte mit 41 %; interessant ist die fast gleiche Gewichtung dieser beiden Publikationen.

Innerhalb des Geschäftsberichtes ist die Gewinn- und Verlustrechnung besonders wichtig. 57 % der Befragten gaben an, sie „intensiv“ oder „sehr intensiv“ zu nutzen. Es folgen fast gleichauf die Bilanz mit 55 % und der Lagebericht mit 47 %. Mit deutlichem Abstand dahinter findet sich mit 33 % die Kapitalflussrechnung, obwohl sie international als gleichrangig mit GuV und Bilanz angesehen wird.

Die komplette Studie kann kostenlos heruntergeladen werden unter http://www.dai.de/internet/dai/dai-2-0.nsf/LookupDL/4860E31717F7F1EBC1256F90006AAEBD//Studie-29.pdf

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[03] ANSVG-EMITTENTENLEITFADEN Die Interessensgruppen und Verbände DIRK, DAI und BDI fordern vom BaFin weitere Zugeständnisse, Nachbesserungen und Detailierungen beim Emittentenleitfaden zum Anlegerschutzverbesserungsgesetz (AnSVG).

Mit ihrer Kritik versuchen die Verbände, die Folgen des Gesetzes für die Firmen abzumildern. Das AnSVG gilt bereits seit Ende Oktober 2004. Die Bundesregierung setzte damit die EU-Missbrauchsrichtlinie um.

Den Firmen müsse es weiter erlaubt sein, Entscheidungen des Aufsichtsrates abzuwarten, bevor Ad-hoc-Mitteilungen zum Beispiel zum Jahresabschluss veröffentlicht werden. Außerdem sollte es weiterhin möglich sein, Gerüchte über insiderrelevante Themen nicht zu kommentieren.

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