Die Studie der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit der Deutschen Post DHL, dem Deutschen Aktieninstitut und dem Deutschen Investor Relations Verband (DIRK) untersucht, wie Unternehmen gezielt Privataktionäre zu langfristigen Kapitalgebern machen können.
Schwerpunkte der zum dritten Mal durchgeführten Studie sind das Informationsverhalten, sowie die Wahrnehmung der Stimmrechte bei Privataktionären. Nach wie vor sei für sie die Presse der zentrale Informationskanal bei Anlageentscheidungen. „Um Privataktionäre gewinnen zu können, ist eine gute Pressearbeit im Unternehmen von großer Bedeutung“, sagt der Autor der Studie, Prof. Bernhard Pellens. Die Verantwortung der Presse hinsichtlich zutreffender und verständlicher Berichterstattung über die Wirtschaftslage eines Unternehmens dürfe nicht außer Acht gelassen werden.
Das Deutsche Aktieninstitut fordert überdies, die Politik möge ebenfalls aktiver werden. Für ein besseres Verständnis von Unternehmensberichten zugunsten von Anlageentscheidungen müsse von Seiten der Politik „endlich stärker für eine bessere finanzielle Grundbildung gesorgt werden“, findet Christine Bortenlänger, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Aktieninstituts.
Aus der Studie geht ebenfalls hervor, dass Privataktionären primär der Vermögenszuwachs wichtig sei. Mitbestimmung bei Unternehmensstrategien sei dagegen von geringerer Bedeutung. Laut Kay Bommer, Geschäftsführer des DIRK; sei mehr als 80% der befragten Aktionäre eine langfristige Vermögensbildung als Anlageziel besonders wichtig. Diese auf Langfristigkeit ausgelegte Denkweise stelle einen stabilisierenden Faktor für die Aktionärsstruktur dar.
Die vollständige Studie finden Sie hier.
Autor/Autorin
Die GoingPublic Redaktion informiert über alle Börsengänge, Being Public, Investor Relations, Tax & Legal, Themen und Trends rund um die Hauptversammlung sowie Technologie – Finanzierung – Investment in den Lebenswissenschaften.