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In dieser Woche sorgte die Währungskrise im Schwellenland Argentinien für mediale Aufmerksamkeit. Weiterhin hält der Handelskonflikt zwischen den USA und China die Weltwirtschaft in Atem. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass sich Investments in Schwellenländer nicht mehr lohnen –  warum das so ist, erklärt Portfoliomanagerin Cathrine Gether im vorliegenden Kommentar.

Unbestritten lasten die aktuellen Handelskonflikte auf dem weltweiten Wirtschaftswachstum. Trotzdem weisen Schwellenländer nach wie vor eine deutlich höhere Wachstumsdynamik auf als die entwickelten Märkte. Laut Zahlen der OECD wird für dieses und nächstes Jahr in den Entwicklungsländern eine BIP-Steigerung von 4,3%  bzw. 4,6% erwartet. Für die entwickelten Länder dagegen jeweils nur von 1,8%

Richtig ist aber auch, dass es in den Schwellenländern nach wie vor große Unterschiede gibt und es daher entscheidend darauf ankommt, Anlagen nach Branchen und Regionen sehr sorgfältig auszuwählen. Unser unbeschränktes Mandat im SKAGEN Kon-Tiki bietet uns die Flexibilität und beste Möglichkeiten, unabhängig von Sektor- und Länderzuordnungen in die Unternehmen zu investieren, bei denen wir die besten Chancen für Wertzuwächse sehen.

Der SKAGEN Kon-Tiki weist derzeit mit seinem Übergewicht in koreanischen Aktien die größten Abweichungen zum Vergleichsindex MSCI EM auf. Sie machen 24% des Fondsvolumens aus, im Vergleich zu 12% im Index. Unsere größte Position mit 8,4% entfällt auf Samsung Electronics. Das Unternehmen zeigt weiterhin eine beeindruckende finanzielle Performance und gute Renditen für die Aktionäre, wird aber im Vergleich zu seinen globalen Wettbewerbern mit einem deutlichen Abschlag bewertet.

Ein weiteres Beispiel ist Hyundai Motor (4,5 % Gewichtung): Der Autobauer hat sich eine Charta für gute Unternehmensführung gegeben sowie Maßnahmen zur Dividendenerhöhung und einer Vereinfachung der Unternehmensstruktur ergriffen. Gute Investitionsmöglichkeiten bieten sich Investoren in Korea über Vorzugsaktien, die typischerweise 20 bis 60% unter dem Wert der Stammaktien gehandelt werden. Aktuell sehen wir den attraktivsten Rabatt bei LG Electronics (3,7 % Gewichtung), wo wir eine Steigerung des Aktienkurses von bis zu 140% für möglich halten.

Es zeigt sich also, dass sich eine intensive Analyse der Unternehmen lohnt, um solche ausfindig zu machen, die noch unterbewertet sind und ihre eigene Entwicklung in der Hand haben. Diese werden unserer Meinung nach auch in der Lage sein, möglichen Auswirkungen der Handelskonflikte Stand zu halten.

Titelfoto: fotopoly@stock.adobe.com

 

Über den Autor

Cathrine Gether SKAGEN

Cathrine Gether

Cathrine Gether ist seit Oktober 2009 Portfoliomanagerin des auf Schwellenländer spezialisierten Aktienfonds SKAGEN Kon-Tiki. Bevor sie zu SKAGEN kam, war Cathrine als Portfoliomanagerin bei Millennium Capital Partners, einem Hedgefonds in London, tätig