Unabhängig von den teils dubiosen Wetten auf Kryptowährungen ist die dahinterstehende Blockchain-Technologie nach wie vor in aller Munde. So hat der Münchener Vermögensverwalter Pegasos aktuell einen neuen Blockchain-Fonds aufgelegt. Und auch der deutsche Staat ist immer stärker an Blockchain interessiert, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Aktienfonds der Münchener Pegasos Capital will gezielt in Unternehmen investieren, die sich mit der Blockchain-Technologie beschäftigen. Den Fonds hat Pegasos gemeinsam mit der Vetriebsgesellschaft Agathon Capital aufgelegt.

Der Fonds mit dem Namen Art Transfomer Equities (ISIN: DE000A2PB6R4) wählt aus einem Universum von 300 Titeln besonders vielversprechende Kandidaten aus – nach quantitativer sowie qualitativer Analyse wandern 60 bis 90 Titel ins Fonds-Portfolio. Im Fokus stehen u.a. börsennotierte Start-ups und Mittelstandsfirmen, die neue Produkte oder Dienstleistungen auf Basis der Blockchain-Technologie anbieten. Daneben setzt der Fonds auch auf etablierte Konzerne aus unterschiedlichen Branchen, die mit der Technologie arbeiten.

Besonders im Bereich Logistik, aber auch in der Pharmaindustrie
z.B. zum Nachweis fälschungssichererer Medikamente – bieten Blockchain-Lösungen enormes Potenzial.

Der Staat will mehr Blockchain

Auch auf staatlicher Ebene findet die Blockchain-Technologie immer größere Beachtung – nicht zuletzt um Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Erst im März hat das Bundesministerium für Finanzen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz ein Eckpunktepapier veröffentlicht.

Darin werden die Einführung von elektronischen Wertpapieren und die Regulierung des öffentlichen Angebots bestimmter Krypto-Token zur Diskussion gestellt. Die Maßnahmen zielen darauf, die Rolle der Bundesrepublik Deutschland als einen der führenden Digitalisierungs- und FinTech-Standorte zu stärken.

Im Februar diesen Jahres hatte die BaFin zudem das erste Security Token Offering (STO) auf Blockchain-Basis genehmigt.

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Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de