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So erklärte der Gesundheitskonzern Fresenius unlängst, die Fresenius-Tochter Kabi nun doch nicht an die Börse bringen zu wollen. Gemäß den Erklärungen des MDax-Konzerns kann die Übernahme des US-Generikaspezialisten APP Pharmaceuticals nun doch ohne den Börsengang von Kabi finanziert werden. Den Großteil des Kaufpreises von rund 5,6 Mrd. USD plant man nun mittels einer Fremdfinanzierung aufzubringen, für den verbleibenden Teil ist eine Kapitalerhöhung vorgesehen. Im Zuge dessen hatten die Bad Homburger bereits in der Vorwoche eine Pflichtumtauschanleihe mit einem Gesamtnennbetrag von rund 550 Mio. Euro platziert. Mit der Übernahme von APP wird Fresenius-Kabi voraussichtlich in der Lage sein, seinen jährlichen Umsatz um 20 % steigern zu können.

Beim Apple-Händler Gravis hingegen sorgte das schwache Börsenumfeld für einen Rückzug vom geplanten IPO, das für die zweite Jahreshälfte avisiert worden war. Das weitere Wachstum soll nun mit einem strategischen Partner finanziert werden. „Wir favorisieren Partner, die mit langfristiger Perspektive ähnlich wie große Familienunternehmen gesteuert werden. Dann wären wir bereit auch einen größeren Anteil abzugeben“, äußerte sich Gravis-Vorstandschef Archibald Horlitz gegenüber der Wirtschaftspresse.

Auch Tommy Hilfiger, hat seine Börsenplane nun offiziell auf Eis gelegt. Das Modeunternehmen hatte ein IPO für Ende 2009 in Amsterdam oder Frankfurt in Aussicht gestellt. Aktuell schaue man sich eigenen Angaben zufolge nach Expansionsmöglichkeiten um und schließe hierzu weitere Zukäufe nicht aus.