Ob in der Buwog Zentrale in Wien bald eine IR-Abteilung angebaut werden muss? Quelle: Buwog

Der österreichische Immobilienkonzern Immofinanz will noch im April an die Börse in Warschau gehen. Zudem plane man, durch das IPO der Tochter Buwog rund 700 bis 750 Mio. EUR einzunehmen.

Durch die Notierung in Warschau sollen weitere Investoren angelockt werden.  Immofinanz spekuliert dabei vor allem auf den Einstieg polnischer Pensionskassen. Zudem will das Unternehmen durch eine Erhöhung der Dividendenzahlung seine Attraktivität für die Aktionäre erhöhen. Mittelfristig wolle man die Ausschüttung auf 20 Cent je Aktie erhöhen, aber auch 25 Cent seien irgendwann denkbar, so Immofinanz CEO Eduard Zeheter. Im vergangenen Jahr lag die Dividende bei 15 Cent je Aktie.

Von dem im Herbst geplanten IPO der Tochter Buwog verspricht sich Immofinanz einen Emissionserlös in Höhe von 700 bis 750 Mio. EUR. Im Zuge des Börsengangs will Immofinanz sich von etwa der Hälfte der Anteile trennen. Zu einem späteren Zeitpunkt sei auch ein Komplettausstieg möglich.

Aktuell bringt sich Buwog für den angestrebten Börsengang in Position. So habe man rund 800 Wohnungen in Kärnten gewinnbringend an das Österreichische Siedlungswerk verkauft. Zudem wolle man in den nächsten Monaten vermehrt renditestarke Wohnobjekte in Deutschland kaufen.

Eigenen Angaben zufolge ist die  im Prime Market der Wiener Börse gelistete Immofinanz die größte börsennotierte Immobiliengesellschaft in Österreich. Das Unternehmen konzentriert sich vor allem auf Investitionen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Dabei liegt der Fokus der Österreicher vor allem auf Wohnungen sowie Büro-, Einzelhandels- und Logistikimmobilien. Das Immobilienportfolio umfasste 2012 rund 1.500 Immobilien.