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Der Anteil vorab geleakter M&A-Transaktionen war 2014 so niedrig wie seit sechs Jahren nicht – in Deutschland konnten die Lecks sogar vollständig gestopft werden. Dies geht aus dem aktuellen Intralinks M&A Leaks Report hervor; demnach wurden im letzten Jahr nur 6% aller M&A-Geschäfte vorab bekannt, das sind 2,8 Prozentpunkte weniger als 2013. In Deutschland fallen die Ergebnisse noch dramatischer aus: Nach einem Spitzenwert von 22,2% geleakter Transaktionen 2013 sank diese Zahl im letzten Jahr auf null.

Intralinks M&A Report: strengere Vorschriften stoppen M&A-Leaks
Weltweiter Rückgang der Lecks aufgrund strengerer Vorschriften. Quelle: Intralinks

„Insgesamt beobachten wir einen weltweiten Rückgang der Lecks“, betont Philip Whitchelo, Vice President Strategy and Product Marketing bei Intralinks. „Stärkere behördliche Regulierungen, strengere interne Richtlinien sowie erhöhte Risiken haben einen merklichen Effekt auf das vorab bekanntwerden von Deals. Darüber hinaus ist die Gefahr von Reputationsschäden für beteiligte Parteien, die unerwünschte Aufmerksamkeit von Finanzbehörden und das Risiko einer verlängerten Laufzeit eine große Abschreckung“, so Whitchelo weiter. So haben beispielsweise das Europäische Parlament und der Europäische Gerichtshof 2014 stärkere Sanktionen für Marktmissbrauch, Insiderhandel und Marktmanipulation erlassen, die einen großen abschreckenden Einfluss auf M&A-Geschäfte zeigen.

Der von Intralinks in Auftrag gegebene Report wurde in Zusammenarbeit mit dem M&A Research Centre an der Cass Business School, City University London durchgeführt. Der Report analysiert die Anzahl der Leaks aus einer Stichprobe von insgesamt 4.475 globalen M&A-Transaktionen im Zeitraum zwischen 2009 und 2014.

Der Report zeigt außerdem, dass über den gesamten Zeitraum von sechs Jahren M&A-Transaktionen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) den höchsten durchschnittlichen Prozentsatz mit 9,2% vorab veröffentlichter Deals ausweisen, während Amerika die niedrigste Rate mit durchschnittlich 6,3% vorweist.

Die drei Regionen mit den meisten Leaks über den gesamten Zeitraum von sechs Jahren sind Hong Kong (18,6%), Indien (15,2%) und Großbritannien (14,1%). Australien verzeichnet den niedrigsten Wert mit 3,5%. Die USA liegen mit 6,6% im Mittelfeld. Nach einer Spitze von 26,3% fiel der Wert in Großbritannien 2014 auf 5,3% – den niedrigsten Stand des gesamten Zeitraumes.

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