Die Hauptversammlung der tick-TS AG hat gestern einstimmig dem Vorstand ermächtigt, sämtliche der rund 1 Mio. Aktien der Gesellschaft am Primärmarkt der Börse Düsseldorf listen zu lassen. Der Vorstand der tick-TS  wird in enger Abstimmung mit der sino AG, dem  größtem Aktionär, entscheiden, ob und unter welchen Bedingungen ein Listing sinnvoll wäre.

Darüber hinaus wurde ebenfalls einstimmig beschlossen, ein in Deutschland wohl einmaliges Vollausschüttungsgebot in der Satzung der tick-TS zu verankern. Dieses Vollausschüttungsgebot verpflichtet die Hauptversammlung für die Zukunft grundsätzlich, 100% des Bilanzgewinns der Gesellschaft  an die Aktionäre auszuschütten.

Die tick-TS hat inklusive der gestern beschlossenen Ausschüttung von 1,29 EUR pro Aktie in den letzten 10 Jahren jeweils de facto 100% des Bilanzgewinns ausgeschüttet – insgesamt 8,46 EUR pro Aktie. Vorstand, Aufsichtsrat und alle heutigen Gesellschafter wollen diese aktionärsfreundliche Vollausschüttungspolitik auch für die Zukunft sicherstellen. Die Gesellschaft hat laut eigener Aussage keinerlei Bankverbindlichkeiten und verfügt, nach Zahlung der Dividende, über liquide Mittel von etwa 1 Mio. EUR.
tick-TS  ist ein Fintech-Unternehmen mit eigener Software und Fokus auf Börsenzugangssysteme. Der Umsatz des Unternehmens  zum Stichtag 30.09.2015 lag bei 4,7 Mio. EUR; der Gewinn nach Steuern bei 1,3 Mio. EUR bzw. 1,29 EUR pro tick-TS Aktie.

Die Gesellschaft hat nach eigenen Angaben  in den letzten sechs Jahren ihr Ergebnis vor Steuern verdoppeln können. Die tick TS ist eine Beteiligungsgesellschaft der sino AG – einem börsennotierten Online-Broker mit einer MarketCap von etwa 13 Mio. EUR.

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