Die Woche startete turbulent: Durch die Börsen-Talfahrt v.a. in China rutschte der DAX  erstmals nach neun Monaten unter die 10.000er Marke und erreichte am Montagnachmittag seinen Tiefstwert von knapp unter 9.400 Punkten. Binnen fünf Tage sank der Leitindex damit um rund 12%, womit die Gewinne dieses Jahres futsch sind.

Auch weltweit betrachtet sieht die Lage alles andere als rosig aus: Der Dow Jones sank so tief wie seit 1,5 Jahren nicht mehr und an der Londoner Börse schloss der erste Handelstag der Woche bei 5.800 Punkten – was einen Kurverlust von 9% innerhalb einer Woche entspricht. Pessimistische Stimmen sprachen gar vom „Schwarzen Montag“ und beschwören einen neuen Börsencrash herauf. Doch ist die Lage wirklich so ernst oder bloß eine Überreaktion auf sehr starke Kursgewinne innerhalb der letzten 24 Monate? Im Ein-Jahresvergleich liegt der DAX schließlich weiterhin 3% im Plus.

Derweil mahnt Deutsche Post-Chef Frank Appel vor Panikmache: „Da sollten wir nicht überreagieren, wie momentan die Märkte. Das ist reine Psychologie, das hat nichts mit Fundamentaldaten zu tun“, wird Appel in den Medien zitiert. Auch Henning Gebhardt, Top-Fondsmanager bei DWS, hält laut Medienberichten den aktuellen Aktien-Einbruch eher für eine Korrektur als für eine echte Trendwende.

Einen Lichtblick gibt es immerhin am heutigen Tage, denn der DAX scheint den asiatischen Märkten zu trotzen und pendelte sich am Dienstagvormittag wieder bei fast 10.000Punkten ein, rund 2,5% im grünen Bereich.

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