Ohne größere Hürden chinesische Aktien in Deutschland kaufen – das dürfte laut Angaben der Börse Shanghai bald möglich sein. So könnten chinesische Unternehmen in diesem Jahr die Erlaubnis erhalten, Aktien in Frankfurt auszugeben.

Man gehe davon aus, dass das Vorhaben in Einklang mit den Regelungen für den deutschen Aktienmarkt stehe, erklärte die Shanghai Stock Exchange (SSE) am Montagmorgen. Die deutsche und die chinesische Regulierungsbehörde müssen den Plänen jedoch noch zustimmen.

Die deutsch-chinesische Börse (CEINEX) prüfe derzeit Pläne zur Emission von Aktien in China registrierter Unternehmen, die in Frankfurt gehandelt werden sollen. An der CEINEX ist neben der SSE und der China Financial Futures Exchange auch die Deutsche Börse beteiligt. Mit der Ausgabe chinesischer Aktien in Deutschland soll  Unternehmen aus dem Reich der Mitte ermöglicht werden, ihr Profil in Europa stärker zu schärfen.

In den vergangenen zehn Jahren hat die Deutsche Börse bereits immer mal wieder versucht, chinesische Emittenten an den hiesigen Aktienmarkt zu etablieren – jedoch performte eine Vielzahl der Unternehmen alles andere als erfolgreich seit dem IPO: Beim Schuhhersteller Ultrasonic verschwanden Vorstandschef und Teile des Firmenvermögens spurlos. Der Aktienkurs der seit November 2014 an der Frankfurter Börse gelisteten Fenghua Soletech (ebenfalls Schuhsohlenhersteller) verfiel seit der Erstnotiz um über 94%.

Zuletzt wagte sich das chinesische Spezialchemieunternehmen Decheng Technology im Juni 2016 an die Frankfurter Börse – die MarketCap liegt aktuell bei 67,6 Mio. EUR, nach einem Start bei rund 100Mio. EUR.

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