Bildnachweis: DOUGLAS.

Die Parfümeriekette Douglas (www.corporate.douglas.de) strebt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine baldige Rückkehr an die Börse an.

Es sei denkbar, dass Douglas dies noch im Laufe des Februars offiziell ankündigen wird, um den Prozess in die Wege zu leiten. Bereits in der vergangenen Woche kamen Spekulationen aus dem Umfeld von Bloomberg dazu auf.

Zwischen der Ankündigung („Intention to Float“) und der Notierung der Aktien liegen in der Regel etwa vier Wochen. Ein Börsengang wäre also noch vor Ostern möglich. Dem Vernehmen nach sollen neue Aktien im Wert von rund 1 Mrd. EUR ausgegeben werden.

Der Finanzinvestor Advent (www.adventinternational.com) und die Gründerfamilie Kreke als Minderheitsaktionärin hatten Douglas 2013 von der Börse genommen, um das Unternehmen neu auszurichten. Wie üblich, sei jedoch Voraussetzung, dass das Marktumfeld sich in den kommenden Wochen nicht deutlich verschlechtere.

Seit 2022/2023 wieder schwarze Zahlen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 legte Douglas um 12,1% zu und knackte erstmals die Umsatzmarke von 4 Mrd. EUR. . Ziel sind 5 Mrd. EUR bis 2026.

Nach einem Vorjahresverlust von 314 Mio. EUR erreichte Douglas wieder die Gewinnzone. Unter dem Strich stand ein Nettoergebnis von knapp 17 Mio. EUR.

Douglas hat europaweit 1850 Filialen in 22 Ländern und beschäftigt rund 18 000 Menschen. Die Parfümeriekette, die etwa ein Drittel ihrer Erlöse online erzielt, will expandieren und ihr Filialnetz ausbauen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025/2026 sollen mehr als 200 neue Standorte eröffnet werden, knapp die Hälfte davon dem Unternehmen zufolge in Mittelosteuropa. Außerdem ist geplant, 400 bestehende Filialen umzubauen und zu modernisieren.

Während der Corona-Pandemie im Jahr 2021 hatte Douglas europaweit Hunderte Geschäfte geschlossen. Begründet wurde dies unter anderem mit der Verlagerung der Umsätze ins Internet. In Deutschland machten damals rund 60 der mehr als 430 Parfümerie-Standorte dicht. Bereits 2015 war eine geplante Rückkehr an die Börse abgeblasen worden. Damals übernahm der Finanzinvestor CVC Capital Partners (www.cvc.com) die Mehrheit.

Autor/Autorin

Ike Nünchert ist Mitglied des GoingPublic-Redaktionsteams und verantwortet u.a. die regelmäßigen Berichte zum IPO-Markt USA sowie die Serie „Familienunternehmen an der Börse“.